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„Man glaubt es nicht, wie viel Schaden diese Hornissen anrichten können!“ Mit eindringlichen Worten warnte Gaby Kahl, erfahrene Imkerin und Vorsitzende des Bienenzuchtvereins in Elsdorf, bei einem Vortrag in Oberembt vor der Asiatischen Hornisse. Diese invasive Art, die im Jahr 2004 nach Frankreich eingeschleppt wurde und seit 2014 in Deutschland umherzieht, ist ein ernstzunehmendes Problem für unsere heimische Insektenwelt und Landwirtschaft. Schon seit 2021 gibt es Meldungen über die Hornisse im Rhein-Erft-Kreis, und ihre Präsenz sorgt für zunehmende Besorgnis unter Imkern und Landwirten. Laut der Rundschau sind diese hornartigen Bestien besonders in der Nähe ihrer Nester aggressiv und ähneln in ihrem Aussehen kaum den heimischen Hornissen.

Die Asiatische Hornisse, auch bekannt als Vespa velutina nigrithorax, ist durch ihre orange-schwarze Färbung und die auffällig gelben Füße leicht zu erkennen. Besonders auffällig ist die dunklere Färbung im Vergleich zur Europäischen Hornisse. Ein Merkmal, das für Verwirrung sorgen kann, ist die Tatsache, dass sie viel leiser fliegt als ihre heimischen Verwandten und somit unbemerkt bleiben kann. Gaby Kahl empfahl in ihrem Vortrag, Nester umgehend zu melden, um größere Schäden zu vermeiden.

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Die Bedrohung für die Bestäuber

Die Asiatische Hornisse frisst nicht nur unsere heimischen Wild- und Honigbienen, sondern hat auch keine natürlichen Feinde in Deutschland. Das macht sie zu einer ernsthaften Bedrohung für die Bestäuberpopulation und folglich für die Landwirtschaft. Laut dem Umweltbundesamt könnte dies weitreichende Auswirkungen auf die Ernte haben, wie Frankreich bereits zeigen musste, wo die Hornisse Ernteprobleme verursachte, besonders im Weinbau.

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Kahl gab Tipps zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse: Eine Falle, die mit einer Mischung aus Bier, Wein und süßem Sirup gefüllt ist, kann helfen, einige dieser Tiere zu erbeuten. Sie wies auch darauf hin, dass das Hornissenjahr im Frühjahr beginnt, wenn die befruchteten Jungköniginnen nach einem geeigneten Nistplatz suchen. Die Gründungsnester sind oft bodennah und werden in Hecken oder unter Dächern angelegt, was die Entdeckung erschwert.

Die Ausbreitung im Rheinland

Im Laufe der letzten Jahre ist die Asiatische Hornisse bereits großflächig in mehreren Bundesländern nachgewiesen worden, insbesondere im Westen Deutschlands. Die jüngste Verbreitungskarte von der Universität Hohenheim zeigt die expansive Ausdehnung der Art und belegen, dass es mittlerweile auch Einzelfunde in Hamburg gibt. Dies macht die Notwendigkeit deutlich, mehr Wespenjäger auszubilden, um der Situation Herr zu werden.

Ab März 2025 wird die Asiatische Hornisse von der Europäischen Kommission als „etabliert“ geführt, was bedeutet, dass es keine Bekämpfungspflicht mehr gibt. Doch genau hier liegt das Problem: Das Fehlen natürlicher Feinde und die endlose Fortpflanzung der Hornisse können verheerende Folgen für die Biodiversität und die Imkerei haben. Gaby Kahl machte eindringlich klar, dass hier Handlungsbedarf besteht: „Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist!“ Für alle, die im Einklang mit der Natur leben wollen, sollte der Aufruf zum Handeln nicht ungehört verhallen.