Ein Wechsel an der Spitze der Bezirksregierung Köln steht bevor. Ab März 2026 wird Gregor Lange, der aktuelle Polizeipräsident in Dortmund, das Ruder übernehmen. Diese Entscheidung kam durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen zustande. Lange tritt die Nachfolge von Dr. Thomas Wilk an, der wegen gesundheitlicher Gründe um Entbindung seiner Funktionen gebeten hat und zum 31. Januar 2026 in den Ruhestand geht.
Der 63-jährige Gregor Lange bringt eine Fülle von Erfahrung mit. Nach seinem Jurastudium in Bonn durchlief er verschiedene verantwortungsvolle Positionen in verschiedenen Bezirksregierungen, dem Innenministerium und der Landtagsverwaltung. Zuletzt war er als Polizeipräsident in Dortmund tätig, wo er mit einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter Jugendkriminalität, konfrontiert war. Seine Amtszeit dort war geprägt von einem stetigen Bemühen, die Sicherheit in den Stadtteilen zu verbessern.
Herausforderungen in Dortmund
In Dortmund musste Lange sich immer wieder mit der Problematik der Jugendkriminalität auseinandersetzen. Insbesondere in den Stadtbezirken Aplerbeck, Brackel und Scharnhorst klagten Anwohner über zunehmende Sicherheitsbedenken. Sascha Mader von der CDU hat in der Vergangenheit bereits ein stärkeres Engagement von Lange gefordert, um den Herausforderungen der steigenden Jugendkriminalität besser begegnen zu können.
Die Sorgen der Anwohner sind nicht unbegründet, berichten sie doch von einer „dramatischen Verschlechterung der Sicherheit“. Besonders jüngere und oft unter Drogen stehende Jugendliche sammeln sich rund um die U47-Endhaltestelle in Aplerbeck, was zu einer verstärkten Polizei-Präsenz führte. Lange selber sieht zwar Verbesserungen, wird jedoch auch aufgrund der gestiegenen Beschwerden kritisiert, dass die Polizeistatistiken nicht die Realität widerspiegeln.
Blick in die Zukunft
Gregor Lange wird als neuer Regierungspräsident nicht nur für die Stadt Köln verantwortlich sein. Sein Einfluss reicht auch über die Grenzen hinaus bis nach Bonn, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und Oberbergischen Kreis. In seiner zukünftigen Funktion wird er die Umsetzung von Landesgesetzen und die Aufsicht über nachgeordnete Behörden koordinieren. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Fachbereiche Polizei, Schulwesen, Gesundheitswesen sowie Umwelt- und Naturschutz. Die Entscheidungen des Regierungspräsidenten stehen dabei stets im Einklang mit den Vorgaben der Landesregierung.
Die Herausforderungen, die Lange in seiner neuen Rolle erwartet, könnten durch Erkenntnisse aus verschiedenen Studien unterstützt werden. So führt Tim Pfeiffer, ein Doktorand der Justus-Liebig-Universität Gießen, eine Studie über den Einfluss von Polizeipräsenz auf das Sicherheitsgefühl der Bürger durch. Dabei wird untersucht, wie Veränderungen in der Polizeiarbeit das Sicherheitsgefühl und die Kriminalitätslage beeinflussen können. Solche Erkenntnisse könnten für Lange wichtig sein, um die öffentliche Sicherheit und das Vertrauen der Bürger in die Behörden zu stärken.Die Ergebnisse dieser Studie werden mit Spannung erwartet.
Die Veränderungen, die Gregor Lange als neuer Leiter der Bezirksregierung Köln mitbringen wird, versprechen eine spannende Zeit für die Bürger der Region.