In Nordrhein-Westfalen stehen die Zeichen auf Streik, denn die Gewerkschaft ver.di hat landesweit Warnstreiks im ÖPNV angekündigt. Am Montag, den 16. März, und Dienstag, den 17. März 2026, werden die Beschäftigten in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Nahverkehrs die Arbeit niederlegen. [24rhein] berichtet, dass der Fokus am Montag auf den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen liegt, während am Dienstag der gesamte Fahrdienst betroffen sein wird. Das bedeutet, dass Busse und Straßenbahnen in ganz NRW von der frühesten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht stillstehen werden.
Besonders die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und die Stadtwerke Bonn (SWB) werden an diesem Streik beteiligt sein, wie aus den Ankündigungen hervorgeht. Der bevorstehende Warnstreik ist Teil der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) und betrifft rund 30.000 Beschäftigte in über 30 kommunalen Verkehrsunternehmen. [SWP] weist darauf hin, dass die Forderungen der Gewerkschaft, wie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine wachsende Dringlichkeit aufweisen.
Steigende Belastungen der Mitarbeiter
Wie die Gewerkschaft ver.di betont, geht es nicht nur um bessere Arbeitszeiten. Zu den Forderungen zählen auch eine Mindestruhezeit von 11 Stunden zwischen Schichten und ein Zuschlag von mindestens 40 Prozent für Sonntagsarbeit. Dies ist besonders wichtig, da eine Studie von ver.di und der Klimaallianz Deutschland hohe Belastungen durch Schichtarbeit im Fahrdienst im Vergleich zu anderen Branchen belegt. Die Arbeitgeberseite hat allerdings bisher kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet, was die Situation zusätzlich anheizt. [ver.di]
In den vergangenen Wochen hatten Verhandlungen in NRW bereits zu mehreren Warnstreiks geführt, darunter bei der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) und der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG). Am 9. März fanden Streiks in Dortmund statt, gefolgt von weiteren Ausständen in Münster und Bielefeld, die am 13. März fortgesetzt wurden. [24rhein]
Auf Pendler eingestellt sein
Für Pendler bedeutet dies, dass es eine erhebliche Beeinträchtigung der gewohnten Transportmöglichkeiten geben wird. Während einige Rückfragen zu den genauen Auswirkungen in verschiedenen Städten noch offen sind, ist klar: Wer auf Busse und Straßenbahnen angewiesen ist, sollte sich spätestens ab Montag auf alternative Möglichkeiten einstellen. S-Bahnen und Regionalzüge werden hingegen nicht von den Streiks betroffen sein und weiterhin verkehren, sodass Reisende auf diese Optionen ausweichen können.
Die Vorbereitungen für die Streiks laufen bereits und die betroffenen Verkehrsbetriebe raten ihren Fahrgästen, sich rechtzeitig über Ausweichmöglichkeiten zu informieren, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Es bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungen bald zu einem positiven Ergebnis führen und die Sorgen der Beschäftigten ernst genommen werden.