In Neuss zieht die „Check-In-Berufswelt“ eine positive Bilanz: Katharina Reinhold, die neue Landrätin des Rhein-Kreises, und Jürgen Steinmetz, der Hauptgeschäftsführer der IHK, haben in den Räumen der IHK über die Erfolge des Projekts berichtet. Die Schirmherrin betont die große Bedeutung der Berufsorientierung, besonders für ihre eigenen Söhne, die sich aktuell in der Entscheidungsfindungsphase befinden. Der Fokus des Projekts liegt darauf, Schüler frühzeitig über ihre Ausbildungsperspektiven zu informieren und sie mit lokalen Ausbildungsbetrieben zu vernetzen. Laut rp-online.de können 2025 bereits 810 Schüler aus dem Rhein-Kreis teilnehmen, was die Initiative auf einen sehr erfolgreichen Weg zeigt.

Ein weiteres Highlight sind die 70 Arbeitgeber aus der Region, die an den Veranstaltungen teilgenommen haben, um über duale Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Zehn besonders engagierte Schulen, darunter das Berufsbildungszentrum Dormagen (BBZ), dürfen sich über Urkunden freuen. Das BBZ hat zudem drei junge Geflüchtete aus der Ukraine integriert, die aktiv an der Veranstaltung teilgenommen haben. Schüler berichten von positiven Erfahrungen und neuen Perspektiven, die die „Check-In-Veranstaltung“ ihnen eröffnet hat. Besonders erfreulich ist die Martinusschule aus Kaarst, die neu im Projekt ist und das Berufswahlsiegel trägt.

Die Rolle der dualen Ausbildung

Das Bildungsangebot setzt auf duale Ausbildung als bewährtes Modell zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium wurden Ausbildungsordnungen modernisiert. Diese legen nicht nur die Inhalte und Prüfungen fest, sondern berücksichtigen auch Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Um den aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt gerecht zu werden, ist es von größter Wichtigkeit, dass die Ausbildungsinhalte ständig aktualisiert werden.

Fachkräftemangel bleibt ein drängendes Thema für die Arbeitgeber im Rhein-Kreis. Kirsten Wittke-Lemm, Hauptgeschäftsführerin der Unternehmerschaft Niederrhein, hebt die doppelte Ausbildung als zentral für die Fachkräftesicherung hervor. Für das kommende Jahr sind weitere Aktionen unter anderem kostenlose Bewerbungsfotos für Schüler geplant – eine Maßnahme zur Unterstützung der jungen Talente auf ihrem Weg in die Berufswelt.

Strategien zur Fachkräftesicherung

Die Bundestregierung hat im Oktober 2022 eine umfassende Strategie zur Fachkräftesicherung vorgestellt, die Maßnahmen beinhaltet, um in- und ausländische Potenziale zu mobilisieren. Ein wichtiges Handlungsfeld ist die zeitgemäße Ausbildung, in dessen Rahmen auch die Initiative „Check-In-Berufswelt“ eine große Bedeutung hat. Die BMAS arbeitet daran, Ausbildungsordnungen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden. Die Modernisierung zielt darauf ab, die Ausbildungsinhalte so zu gestalten, dass sie den zukünftigen Anforderungen des Marktes entsprechen.

Ein weiteres Anliegen dieses Prozesses ist die Förderung der Integration von jungen Menschen mit weniger guten Startbedingungen in die Berufsausbildung. Dies erfolgt durch Beratungs- und Informationsangebote, die jungen Menschen den Übergang von Schule in den Beruf erleichtern sollen. Der Fokus liegt dabei auch auf MINT-Berufen, die hervorragende Zukunftsperspektiven bieten. Lernenden eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen und gleichzeitig den Fachkräftemangel zu bekämpfen, ist eine der großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt.