Am Montag, dem 17. November, erreichte um 15:25 Uhr der Notruf über einen „unklaren Geruch“ die Feuerwehr im Wohnpark Bockenberg in der Reginharstraße, Bergisch Gladbach. Dies löste einen umfangreichen Einsatz aus, bei dem über 50 Feuerwehrkräfte und ebenfalls 16 Helfer des Rettungsdienstes zum Einsatz kamen. Die Lage schien ernst, denn in einer Wohnung im 4. Obergeschoss berichteten drei Personen von Reizungen der Augen und Atemwege, weshalb ein Rettungswagen nachalarmiert wurde.

Die alarmierte Einheit bestand aus dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 sowie dem Gerätewagen Gefahrgut der Feuer- und Rettungswache 1. Obwohl die Einsatzkräfte sofort eintrafen und den unbekannten, stechenden Geruch bestätigten, blieb die Ursache zunächst unklar. Um auf Nummer sicher zu gehen, weitete die Feuerwehr den Einsatz aus, indem zusätzliche Einheiten wie die Löschzüge 9 und 10 aus Bensberg und Refrath sowie Löschzug 7, spezialisiert auf Dekontamination, nachgerückt wurden. Auch ein Einsatzführungsdienst sowie Fachberater für ABC-Gefahren wurden hinzugezogen.

Evakuierung und gesundheitliche Vorsorge

Angesichts der unklaren Situation war die Evakuierung der umliegenden Wohnungen in den oberen Stockwerken unumgänglich. Insgesamt wurden zehn Wohnungen geräumt, während 22 Bewohner in Feuerwehrfahrzeugen und einem Zelt vorübergehend untergebracht wurden. Die Betreuungseinheit des Malteser Hilfsdienstes wurde ebenfalls alarmiert, um den betroffenen Personen Schutz vor den niedrigen Temperaturen zu bieten.

Nachdem alle Verhältnisse sicher schienen, wurde die intensivierte Ursachensuche nach der Räumung fortgeführt. Trotz umfassender Erkundungen und dem Einsatz moderner Messtechnik war eine physische Ursache für den Geruch nicht festzustellen. Um dafür Gewissheit zu haben, wurde eine Luftprobe der betroffenen Wohnung zur Analyse an die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Köln übergeben.

Analyse und Ergebnis

Gegen 17:30 Uhr konnten die Bewohner schließlich in ihre Wohnungen zurückkehren, da keine Gefährdung in den umliegenden Wohnungen festgestellt wurde. Die Polizei versiegelte daraufhin die betroffene Wohnung, um mögliche weitere Gefahren auszuschließen. Das Ergebnis der ATF, das gegen 19:00 Uhr eintraf, brachte schließlich die ersehnte Entwarnung: In der Luftprobe konnten keine gefährlichen Stoffe oder Auffälligkeiten nachgewiesen werden.

Insgesamt war der Einsatz nicht nur ein Beleg für die beeindruckende Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, sondern auch ein wichtiger Schritt in der Prävention von möglichen Gefahrgutunfällen. Für detailliertere Informationen zu ähnlichen Einsätzen verweist Feuerwehrmagazin auf entsprechende Berichte.

Dank der professionellen Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten und der geschulten Einsatzkräfte konnte Schlimmeres verhindert werden. Der Vorfall zeigt, wie wichtig schnelle Reaktionen in solchen ungeklärten Situationen sind.