Ein tragischer Vorfall hat sich im Rhein bei Neuss ereignet, als am 17. Mai die Leiche eines unbekannten Mannes geborgen wurde. Der Fund, nahe der Hammer Brücke bei Stromkilometer 738, wurde erst jetzt öffentlich gemacht, um die Identität des Verstorbenen zu klären. Um 10.50 Uhr sichtete ein Passant die Leiche, die unter Wasser trieb, was sofort die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alarmierte, die dann mit einem Rettungsboot zur Bergung anrückte.

Auftrag der Ermittler war es, Licht in die Umstände des Todes zu bringen. Es wurden jedoch keine Ausweispapiere bei dem Mann gefunden, die auf seine Identität hindeuten könnten. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es keine Hinweise auf Fremdverschulden gibt, was darauf hindeutet, dass möglicherweise natürliche Ursachen oder ein Unglück im Spiel sind. Es besteht sogar der Verdacht, dass der Mann dem Obdachlosen-Milieu angehört und deshalb keine Papiere bei sich hatte. Die Polizei hat eine detaillierte Beschreibung des Mannes veröffentlicht:

Die Beschreibung des Verstorbenen

  • Alter: etwa 45 bis 55 Jahre
  • Statur: schlank
  • Haare: kurz, rötlich
  • Tätowierungen: am rechten Unterarm
  • Narben: an der linken Leiste und am linken Schienbein
  • Kleidung: T-Shirt, langärmliges Hemd, dunkelgrüne Bomberjacke, Jeanshose, brauner geflochtener Ledergürtel, schwarze Unterhose, graue Socken, Turnschuhe

Die Polizei hofft, weitere Hinweise zu erhalten und hat daher Fotos, einschließlich eines mit dem Tattoo, veröffentlicht. Wer Informationen zu dem verstorbenen Mann hat, kann sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 02131 3000 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de melden.

Statistische Hintergründe zu tödlichen Unfällen im Wasser

Die DLRG hat in diesem Jahr bereits überdurchschnittlich viele tödliche Unglücke aus dem Rhein verzeichnet. Laut den aktuellen Statistiken gab es im Jahr 2023 insgesamt 411 ertrinkende Unfälle in Deutschland, was einen Anstieg von 31 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies ist die dritte Erhöhung der Ertrunkenen-Zahl in Folge und übersteigt erstmals seit 2019 wieder die 400-Marke. Die DLRG Präsidentin, Ute Vogt, hat die Hoffnung geäußert, dass solche tragischen Vorfälle die Menschen für die Gefahren im Wasser sensibler machen und sie die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere für Kinder, ergreifen.

In der Region haben die Städte Neuss und Düsseldorf auf die besorgniserregende Entwicklung reagiert und ein Badeverbot ausgesprochen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Der Vorfall am Rhein macht deutlich, dass die Gefahren im und am Wasser nicht zu unterschätzen sind.

Für weitere Informationen oder Hinweise zur Identität des unbekannten Mannes steht die Polizei unter den angegebenen Kontaktdaten bereit. Die Schicksale der Ertrunkenen bewegen uns und mahnen zu einem noch verantwortungsvolleren Umgang mit Gewässern.

Für die Veröffentlichung des Vorfalls danken wir der RP Online für die ersten Berichte sowie Tag24 und DLRG für weitere Informationen und Kontext zu diesem Thema.