In Kalenborn, einem beschaulichen Ort in der Verbandsgemeinde Altenahr, sorgt eine kürzliche Sichtung für Aufregung unter den Anwohnern. Am Abend des 12. November 2025 war ein Jäger von einem Hochsitz aus Zeuge eines nicht alltäglichen Anblicks: Er beobachtete ein Tier, das er für eine Raubkatze hielt. Selbstverständlich wurde der Moment festgehalten – der Jäger machte Schwarz-Weiß-Aufnahmen des katzenähnlichen Wesens. Allerdings ist die Identität des Tieres momentan ein Rätsel. Ob es sich um eine große Wildkatze, eine exotische Hauskatze oder gar eine Großkatze handelt, bleibt ungewiss, wie der rhein-ahr-anzeiger berichtet.
Die Nachricht über die Sichtung hat sich schnell in der Region verbreitet. Die Ordnungsbehörde des Altenahr informierte vorsorglich die Bevölkerung und steht in intensivem Austausch mit der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie weiteren relevanten Stellen. Um genaueres über das gesichtete Tier herauszufinden, wurde ein Fährtensucher beauftragt, mögliche Spuren zu untersuchen. Bürgermeister Dominik Gieler bittet alle Bürger um Besonnenheit und erhöhte Aufmerksamkeit beim Aufenthalt im Wald. „Bleibt auf den befestigten Wegen und Forststraßen“, rät er.
Waldschutzmaßnahmen für die Bevölkerung
Die Gemeinde hat außerdem einige wichtige Hinweise für Waldbesucher herausgegeben. Zu den Empfehlungen gehören:
- Auf befestigten Wegen und Forststraßen bleiben.
- Hunde anleinen.
- Abstand zu ungewöhnlichen Tieren halten und keine Annäherung versuchen.
- Im Falle einer Sichtung den Notruf 110 wählen und dabei Standort sowie Zeitpunkt mitteilen.
Die Verbandsgemeinde Altenahr verfolgt die Situation weiterhin aufmerksam und hat sich verpflichtet, die Bürger regelmäßig über etwaige Entwicklungen zu informieren.
Wildkatzen: Ein Blick in ihre Hintergründe
Doch was steckt eigentlich hinter dem Phänomen der Wildkatzen in unserer Region? Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten, als die Wildkatze als „Schädling des Niederwildes“ betrachtet und intensiv bejagt wurde, hat sich das Bild der scheuen Tiere gewandelt. Früher besiedelten Wildkatzen große Teile Deutschlands, doch durch Rodung und Verdrängung erlebten sie einen dramatischen Niedergang. Nur in den letzten Jahren konnten sich einige Populationen erholen, insbesondere in bewaldeten Mittelgebirgen, wo sie mittlerweile wieder zurückkehren, wie die Deutsche Wildtierstiftung feststellt.
Besonders in den Mittelgebirgen finden sie geeignete Rückzugsräume. Ein positives Beispielfenster ihrer Rückkehr zeigt sich nicht nur in den Wäldern, sondern auch in den angrenzenden Gebieten. Um diese erfreuliche Entwicklung zu unterstützen, ist es wichtig, ihre Lebensräume zu schützen und zu erweitern.
Die Sichtung in Kalenborn könnte also ein Indiz für das Comeback dieser faszinierenden Tiere sein, die trotz aller Widrigkeiten ihren Platz in der Natur zurückerobern. Bleiben wir also wachsam und respektieren wir die Wildtiere, die uns umgeben – schließlich könnten wir gerade Zeugen einer spannenden Rückkehr sein, die nicht nur für die Wildkatzen, sondern auch für uns ganz wertvoll ist.