Am 11. November 2025 fand die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrats in Siegburg statt. Der frisch renovierte Ratssaal, der nun mit hellem Parkettboden und Wandverkleidungen aus hellem Holz ausgestattet ist, bot einen einladenden Rahmen für diesen wichtigen Termin. Bürgermeister Stefan Rosemann, der am 28. September erneut in sein Amt gewählt wurde, eröffnete die Sitzung mit einer inspirierenden Ansprache über Werte von Demokratie und Verantwortung. Er zitierte Václav Havel mit den Worten: „Demokratie ist die Kunst, miteinander zu leben und trotz aller Unterschiede gemeinsam Verantwortung zu tragen“, und unterstrich damit die Bedeutung eines respektvollen und sachlichen Umgangs im Rat.
„Die Bedingungen für Kommunen werden zunehmend herausfordernder, und es ist an der Zeit, dass wir uns auf die eigentlichen Probleme konzentrieren“, so Rosemann. Er forderte eine lebendige Debatte, die jedoch fair und konstruktiv geführt werden müsse. In diesem Zusammenhang verabschiedete er langjährige Ratsmitglieder, darunter Jürgen Becker von der CDU, der impressive 47 Jahre im Rat tätig war, sowie mehrere Mitglieder von den Grünen und der Linken. Auch jene, die in Abwesenheit geehrt wurden, sind Teil der langen Tradition kommunalpolitischer Mitgestaltung in Siegburg.
Neue Ratsmitglieder und stellvertretende Bürgermeister
Die neuen Ratsmitglieder hatten eine umfangreiche Tagesordnung zu bearbeiten, die auch wichtige strukturelle Veränderungen beinhaltete. So wurde die Zahl der stellvertretenden Bürgermeister von drei auf zwei reduziert. Susanne Haase-Mühlbauer und Oliver Schmidt von der SPD wurden zu den neuen Stellvertretern gewählt. Zudem wurde die Größe der Ausschüsse auf 17 Mitglieder festgelegt, was die Effizienz der Arbeit im Rat steigern soll.
Besonders spannend wird es am 29. November, wenn ein Theaterprojekt stattfinden wird. Dabei haben die Zuschauer die Möglichkeit, in die Rollen von Ratsmitgliedern zu schlüpfen und aktiv über einen Antrag zu debattieren. Dies könnte spannende Impulse für die politische Diskussion in Siegburg liefern und die Bürger näher an die kommunale Entscheidungsfindung heranführen.
In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Diskurs oft durch Meinungsverschiedenheiten geprägt ist, betont Bürgermeister Rosemann die Bedeutung des gemeinsamen Dialogs. Er freut sich auf eine „neue Zeit des Gestaltens, Beratens und Entscheidens“, in der das Vertrauen der Bürger als sowohl Geschenk als auch Verpflichtung angesehen wird.
Für alle, die sich für den kulturellen Austausch und die weiteren Entwicklungen in Siegburg interessieren, sind Veranstaltungen wie das Theaterprojekt eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Stimme zu erheben. Parallel dazu bleibt die Stadt bestrebt, den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Bewohner gerecht zu werden.
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