Am 17. Februar 2026 wurde im Rhein-Sieg-Kreis ein besonderer Veilchendienstagszug gefeiert, der trotz des schlechten Wetters viele Menschen anlockte. Die Teilnehmer suchten nach dem Umzug in den örtlichen Kneipen Zuflucht, um sich aufzuwärmen. Ein besonderes Highlight war die Gruppe „Reißeler Fahrrad“, die mit einer mobilen Sauna durch den Zug zog. Dort wurde ein „Reißeler Aufguss“ mit einem undefinierbaren Duft angeboten. Während die genaue Temperatur in der Sauna unklar blieb, sorgte die Musik aus einer Westernkneipe für eine lebhafte Stimmung.
An der Zugmaschine des Festwagens prangte ein solidarischer Gruß: „Wir sind alle Rheidter Väter“. Dieser Gruß war ein Zeichen der Erinnerung an die Verletzten des Unglücks beim Rheidter Sonntagszug. Die Teilnehmer des Zuges zeigten damit ihre Unterstützung und Solidarität mit den Betroffenen. Zudem war die Initiative „Radeln ohne Alter“ vor Ort und bot Rikscha-Fahrten für mobilitätseingeschränkte Personen an. Die Mitarbeitenden der Niederkasseler Familien-, Paar- und Lebensberatungsstelle nutzten die Rikscha, um Kamelle zu verteilen und den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Ein Abenteuer auf Rädern
„Radeln ohne Alter“ ist eine Initiative, die ehrenamtliche Rikscha-Fahrten für Senior:innen und Menschen, die nicht selbst fahren können, anbietet. Das Ziel dieser Organisation ist es, Glück und Zufriedenheit im Alter zu fördern. Jede Rikscha-Fahrt wird als kleines Abenteuer beschrieben, bei dem nicht nur Erinnerungen geschaffen, sondern auch Lebensgeschichten geteilt werden. Die Fahrten bereichern sowohl die Fahrgäste als auch die Pilot:innen und führen manchmal sogar zu Freundschaften zwischen Unbekannten. Das Motto der Initiative lautet: „Recht auf Wind im Haar in jedem Lebensalter“ und sie teilen weitere Geschichten auf ihrem YouTube-Kanal.
Ein Blick auf die Gemeinschaft
Die Veranstaltung war nicht nur ein Fest des Karnevals, sondern auch ein Ausdruck der Gemeinschaft und Solidarität in der Region. Die Reisseler Mädche waren unter dem Motto „Elf im Elften“ mit auffälligen Kostümen im Zug unterwegs und trugen zur bunten Atmosphäre bei. Solche Initiativen und Veranstaltungen sind wichtig, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den Menschen in der Region ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Die Kombination aus Feiern und sozialer Verantwortung zeigt, wie vielschichtig solche Feste sein können und wie sie das Miteinander fördern.
Insgesamt verdeutlicht dieser Veilchendienstagszug im Rhein-Sieg-Kreis, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten und einander zu unterstützen. Die Erinnerungen an die Verletzten des Rheidter Sonntagszugs und die Aktionen von „Radeln ohne Alter“ sind Beispiele dafür, wie die Gemeinschaft in der Region aktiv bleibt und sich gegenseitig stärkt. Solche Ereignisse sind nicht nur eine Feier der Tradition, sondern auch ein Ausdruck von Nächstenliebe und Solidarität, die in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind.