Die Fleischproduktion in Deutschland zeigt 2024 interessante Entwicklungen. Laut IT.NRW wurde im vergangenen Jahr eine Gesamtproduktion von 6,9 Millionen Tonnen erzielt, was einem Anstieg von 1,4 % im Vergleich zu 2023 entspricht. Dabei wurden insgesamt 48,7 Millionen Tiere geschlachtet, darunter 44,6 Millionen Schweine.
Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Schlachtmenge von Schweinefleisch um 1,9 % auf 4,3 Millionen Tonnen gestiegen ist. Außerdem wurden 531.300 mehr Schweine als im Vorjahr geschlachtet. Dies ist jedoch im Vergleich zu den Rekordwerten von 2016 nach wie vor ein Rückgang von 24,9 %, wo noch 1,3 Millionen Tonnen produziert wurden. Dies berichten die Statistiker von Destatis.
Rind und Geflügel im Fokus
Die Rinderschlachtungen zeigen jedoch einen anderen Trend. Im Jahr 2024 wurden 160.300 Tonnen Rindfleisch erzeugt, was einem Rückgang von 28,1 % im Vergleich zu 2010 entspricht. In Nordrhein-Westfalen stammen 53,1 % des Rindfleischs aus dem Regierungsbezirk Detmold. Interessant ist, dass die Anzahl der geschlachteten Rinder nahezu konstant blieb, bei ungefähr 3 Millionen Tieren, was den Anstieg des Schlachtgewichts auf die größeren Tiergrößen zurückzuführen ist.
Der Geflügelsektor hingegen kann auf einen neuen Höchststand blicken: Mit 58.300 Tonnen an geschlachtetem Geflügel erreichte Nordrhein-Westfalen einen Anstieg von 25,4 % seit 2010. In der gesamten Bundesrepublik gab es ebenfalls einen leichten Rückgang bei Putenfleisch, während das Jungmasthühnerfleisch anstieg. Dies zeugt von einem regen Interesse an Geflügelprodukten in der Region.
Importe und Exporte von Fleisch
Die Faszination für Fleischprodukte spiegelt sich auch in den Handelszahlen wieder: Nordrhein-Westfalen importierte 2024 über 682.000 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse mit einem Warenwert von rund 2,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2010 ist die Importmenge um 1 % gesunken, während der Wert um 52 % gestiegen ist. Besonders auffällig ist der Rückgang beim Import von Schweinefleisch, der um 17,3 % gesunken ist. Den Zahlen zufolge stellte Schweinefleisch mit 61,5 % den Löwenanteil der Exporte dar, die im Jahr 2024 bei rund 885.000 Tonnen und einem Wert von 2,2 Milliarden Euro lagen.
In Nordrhein-Westfalen sind rund 23.650 landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung aktiv, was 70 % aller Betriebe in der Region entspricht. Dabei zeigt sich, dass die Zahl der viehhaltenden Betriebe seit 2010 um 15 % zurückgegangen ist, und im Regierungsbezirk Münster um 13 %.
Insgesamt können wir feststellen, dass die Fleischproduktion in Deutschland vielerlei Herausforderungen gegenübersteht, während gleichzeitig der Markt für Geflügel sowie die Importe und Exporte vielversprechende Entwicklungen aufweisen. Da bleibt abzuwarten, wie sich die Trends im Jahr 2025 weiterentwickeln werden.