Die A45 wird in nächster Zeit für einige Zeit stillgelegt, und das hat gleich mehrere Gründe. Zunächst werden Fahrbahnsanierungen und die Sprengung eines Brückenteils notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Wie die Siegener Zeitung berichtet, sind zwei Abschnitte im Sauerland und im südlichen Ruhrgebiet betroffen. Besonders betroffen werden die Strecken zwischen Drolshagen und Olpe sowie zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd sein. Die erste Sperrung findet in dieser Nacht statt.
Die Vollsperrung zwischen Drolshagen und Olpe beginnt am Donnerstag, den 15. Januar 2026, um 21 Uhr und soll bis Freitag, den 16. Januar um 5 Uhr dauern. In dieser Zeit wird die Fahrtrichtung Frankfurt abgedeckt, da kurzfristig aufgetretene Fahrbahnschäden behoben werden müssen. Eine Umleitung erfolgt über die Bedarfsumleitung U24, um die Beeinträchtigung für die Fahrer so gering wie möglich zu halten.
Sprengung der Talbrücke Sterbecke
Am Sonntag, den 25. Januar 2026, sind ebenfalls umfangreiche Umleitungen erforderlich. Wie aus den Plänen hervorgeht, wird der Abschnitt zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd von 10 Uhr bis voraussichtlich 16 Uhr gesperrt. Die Sprengung der östlichen Hälfte der A45-Talbrücke Sterbecke ist für 11 Uhr vorgesehen. In Fahrtrichtung Dortmund werden die Umleitungen ab Lüdenscheid-Mitte über U39 und U41 bis Hagen-Süd laufen. Für die Gegenrichtung ab Hagen-Süd führt der Weg über die Umleitungen U14 und U16 zurück nach Lüdenscheid-Mitte.
Bereits in der Vergangenheit gab es bedeutende Probleme mit der A45-Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid, die seit Dezember 2021 aufgrund schwerer Schäden dauerhaft gesperrt ist. Diese Brücke wurde ursprünglich in den 1960er Jahren für 25.000 Autos pro Jahr geplant, tatsächlich verzeichnete man jedoch täglich 64.000 Fahrzeuge, davon 13.000 Lkw. Diese Überlastung führte zu erheblichen Verkehrsproblemen in der Region und hat nicht nur lange Staus, sondern auch wirtschaftliche Einbußen in der Höhe von bis zu 1,8 Milliarden Euro zur Folge.Der Westen berichtet, dass für die zuvor erfolgten Sprengungen umfangreiche Vorbereitungen getroffen wurden, um den Aufprall abzufedern und Schutzmaßnahmen für umliegende Häuser zu ergreifen.
Modernisierungsmaßnahmen für ein sicheres Netz
Die Brücken der A45 sind ein Teil eines großen Programms zur Brückenmodernisierung in Deutschland. Lutz Wissing, der Bundesverkehrsminister, hat sich dafür stark gemacht, den Neubau der Brücke zu beschleunigen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur macht deutlich, dass eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mit rund 40.300 Brücken notwendig ist, um dem Anstieg des Schwerverkehrs gerecht zu werden und die Sicherheit im Verkehr zu gewährleisten. Deshalb wird ein umfassendes Modernisierungsnetz geschaffen, um die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit zahlreicher, älterer Brücken zu verbessern. Ein Ziel ist die Schaffung eines durchgängigen Kernnetzes bis 2030, das direkten Einfluss auf die wirtschaftlichen Erfordernisse haben wird.
Mit diesen Baumaßnahmen wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch eine bessere Vernetzung der Verkehrssysteme in Europa angestrebt. So wird ein gutes Händchen bei der Koordination und Planung notwendiger Renovierungen gefordert und auch dienlich für die Abwicklung von Großraum- und Schwertransporten sein. Um dem ansteigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, ist eine kontinuierliche Investition in den Erhalt und die Modernisierung der Brücken und Straßen unumgänglich.