Heute ist der 2.03.2026 und die Wetterprognose für Siegen-Wittgenstein zeigt sich äußerst erfreulich. Ein Hochdruckgebiet sorgt für strahlenden Sonnenschein und in den kommenden Tagen sind zwischen 30 und 40 Sonnenstunden zu erwarten. Die Temperaturen steigen dabei kontinuierlich an: Am Montag erwarten wir 12 bis 17 Grad, am Dienstag 13 bis 18 Grad und bis Donnerstag können wir sogar bis zu 19 Grad erreichen. Der Freitag könnte mit bis zu 20 Grad der wärmste Tag der Woche werden. Allerdings bleibt es in den Nächten kühl, insbesondere in den höheren Lagen und windgeschützten Tallagen, wo es zu Luft- und Bodenfrost kommen kann. In den Hochtälern sind nächtliche Temperaturen von bis zu minus zwei Grad möglich. Gelegentlich kann auch Nebel auftreten, der die Sicht beeinträchtigen könnte.
Ein Rückblick auf die Winterbilanz für Siegen-Wittgenstein 2025/26 zeigt, dass die Durchschnittstemperatur bei 2,6 Grad lag, was 1,4 Grad über dem Mittelwert von 1971 bis 2000 liegt. In diesem Winter gab es insgesamt 44 Frosttage, darunter 7 Eistage im Januar, mit der niedrigsten Temperatur von minus 13,1 Grad am 11. Januar. Im Februar hingegen konnten wir die höchste Temperatur von 18,8 Grad verzeichnen. Mit einem Niederschlag von 230,7 Litern pro Quadratmeter, was 77 Prozent des langjährigen Mittels entspricht, war der Februar zudem niederschlagsreicher als die trockenen Monate Dezember und Januar. Zusätzliche Sonnenstunden, insgesamt 172, lagen über dem NRW-Durchschnitt von 152 Stunden.
Klimatische Trends in Deutschland
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Deutschland vor bedeutenden klimatischen Herausforderungen steht. 2024 war mit einer Durchschnittstemperatur von 10,9 Grad Celsius das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. In den letzten zwei Jahrzehnten fanden 16 der wärmsten Jahre in Deutschland statt. Besonders hohe Temperaturen wurden am 25. Juli 2019 mit 41,2 Grad Celsius in Duisburg-Baerl und Tönisvorst gemessen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge betrug 2024 rund 903 Liter pro Quadratmeter, wobei das Saarland mit 1.280 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsreichste Bundesland war.
Der Sommer 2024 war mit einer Durchschnittstemperatur von 18,5 Grad Celsius der 28. zu warme Sommer in Folge, während im Winter 2024/2025 die Durchschnittstemperatur bei 2,1 Grad Celsius lag. Dies war der zwölfte milde Winter in Folge, und die Sonnenscheindauer übertraf das Soll mit 194 Stunden. Diese Entwicklungen sind stark mit den Einflüssen des Klimawandels verbunden, der extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen verursacht. Auch die Anzahl der „heißen Tage“ in Deutschland hat sich seit den 1950er Jahren verdreifacht, während die mittlere Anzahl der Eistage von 28 auf 19 pro Jahr gesunken ist.
Klimawandel und seine Auswirkungen
Der Klimawandel hat tiefgreifende Auswirkungen auf Ökosysteme, die atmosphärische Zirkulation und die Niederschlagsverteilung. Der Mensch trägt durch Treibhausgase, die seit der vorindustriellen Zeit durch verschiedene Aktivitäten wie Industrie, Verkehr und Landwirtschaft freigesetzt werden, erheblich zu dieser Erwärmung bei. Laut dem Deutschen Wetterdienst hat sich die Jahresmitteltemperatur in Deutschland von 1881 bis 2021 um 1,6 °C erhöht, und die Klimaprojektionen zeigen einen Temperaturanstieg von 3,1 °C bis 4,7 °C bis zum Jahr 2100.
Diese Veränderungen erfordern verstärkte Anstrengungen zur Anpassung und Eindämmung der Klimaauswirkungen. Nur durch gezielte Maßnahmen können wir die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen und die Lebensqualität in unserer Region sichern. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich das Wetter weiter entwickeln wird und welche Herausforderungen uns möglicherweise bevorstehen.





