Helfer aus Siegen: Louisa kämpft im Notfall-Hospital in Accra!

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Louisa Sassmannshausen, Notfallsanitäterin aus Siegen, hilft im Lekma-Hospital in Accra, Ghana, trotz extremen Bedingungen.

Louisa Sassmannshausen, Notfallsanitäterin aus Siegen, hilft im Lekma-Hospital in Accra, Ghana, trotz extremen Bedingungen.
Louisa Sassmannshausen, Notfallsanitäterin aus Siegen, hilft im Lekma-Hospital in Accra, Ghana, trotz extremen Bedingungen.

Helfer aus Siegen: Louisa kämpft im Notfall-Hospital in Accra!

Louisa Sassmannshausen, eine engagierte Notfallsanitäterin aus Siegen, setzt sich leidenschaftlich für die medizinische Versorgung in Ghana ein. Derzeit ist sie wieder in Accra, konkret im „Lekma-Hospital“, wo sie ehrenamtlich arbeitet. Dort trifft sie auf eine Realität, die kaum mit den Verhältnissen in Deutschland vergleichbar ist. Hohe Temperaturen, unzureichende Ventilation und ein eklatanter Mangel an medizinischen Geräten sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Louisa und ihr Team täglich konfrontiert werden. Laut Siegener Zeitung arbeiten ihre Patienten häufig unter extremen Bedingungen, während viele sich die dringend benötigte Behandlung nicht leisten können.

Diese Situation ist nicht neu für Louisa. Bereits 2023 nahm sie an einem drei-monatigen Einsatz im Lekma-Hospital teil, wo sie oft gescheiterte Reanimationen ohne den Einsatz eines Defibrillators durchführen musste. Wichtige Ausstattungen wie Beatmungsgeräte fehlen völlig. „Uns bleiben oft nur Beatmungsbeutel, die wir flera wash и wiederverwenaden müssen“, erzählt sie. Gemeinsam mit norwegischen Medizinstudenten sammelte sie Spenden, um notwendige medizinische Geräte zu finden. Fest entschlossen ist sie dies auch während ihres aktuellen Aufenthalts zu realisieren, denn gerade die Unterstützung für unterversorgte Einrichtungen ist eines der Ziele des Programms von Ghana Volunteer International, bei dem sie derzeit arbeitet.

Einblick in die Herausforderungen des Gesundheitswesens

Die Bedingungen in dem Krankenhaus sind besonders herausfordernd: Das „Lekma Hospital“ in Teshie, im östlichen Accra, bietet Louisa und anderen Freiwilligen die Möglichkeit, direkt vor Ort zu helfen und den Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu verbessern. Hier werden nicht nur Medizinstudenten, sondern auch Krankenschwestern, Hebammen und Ärzte ausgebildet. Die Freiwilligen sind in verschiedenen Abteilungen wie Notaufnahme und Geburtshelferei tätig und unterstützen die Ärzte bei der Diagnose und Pflege der Patienten, was eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten darstellt. Louisa ist aktuell auf der Geburtsstation tätig und plant, bald wieder in die Notaufnahme zu wechseln.

Die Umstände im Krankenhaus sind jedoch mehr als herausfordernd. Laut Louisa gibt es kein fließendes Wasser, und kaputte Waschbecken erschweren die hygienischen Standards. „Urinproben müssen in alten Medikamentenampullen gesammelt werden“, berichtet sie. Dennoch hebt sie die Kompetenz und die positive Zusammenarbeit mit dem lokalen Personal hervor, was ihr jeden Tag neue Motivation gibt. „Trotz aller Widrigkeiten sind die Menschen dankbar für die Hilfe, die sie bekommen“, bemerkt sie mit einem Lächeln.

Engagement über Grenzen hinweg

Für Louisa, die ihre Reise und die Herausforderungen über ihren Instagram-Kanal _louisa_sass teilt, ist dies mehr als nur ein Beruf. Es ist eine Berufung. Auch wenn ihr Arbeitgeber, der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, ihr unbezahlten Urlaub für diesen Auslandseinsatz gewährt hat, trägt sie die Kosten für Flüge und Unterkunft selbst. Um die Versorgung vor Ort zu verbessern, plant Louisa den Kauf von dringend benötigtem medizinischen Equipment direkt in Ghana, da die Zustellung aus Deutschland oftmals kompliziert und zeitaufwendig ist. Wer helfen möchte, kann über ihren Paypal-Account „louisa.sassmannshausen@t-online.de“ spenden.

Besonders hervorzuheben ist die Initiative Together For Ghana, die sich seit 2015 für die medizinische Versorgung und Bildung in ländlichen Regionen Ghana einsetzt. Sie zeigt auf, dass nicht nur Accra, sondern auch viele ländliche Gebiete von einem Mangel an medizinischem Equipment und Fachkräften betroffen sind. Durch verschiedene Projekte wie den Bau eines neuen Zentrums für Physiotherapie und Unterstützung von Waisenhäusern wird hier nachhaltige Hilfe geleistet.

Louisa Sassmannshausens Engagement ist ein ergreifendes Beispiel dafür, wie wichtig Unterstützung über landsgrenzen hinaus ist und welchen Unterschied engagierte Einzelpersonen machen können. In Zeiten, in denen medizinische Hilfe oft in den Hintergrund gedrängt wird, ist es umso wichtiger, die Arbeit und den Einsatz von Menschen wie Louisa sichtbar zu machen.