Der 11. November 2025 steht für viele in Deutschland unter einem besonderen Stern. Ein großartiges Naturereignis bahnt sich an: Polarlichter könnten schon bald über unseren Himmel leuchten. Laut Meteo Siegerland werden die Bedingungen dafür durch ein beeindruckendes Sonnenereignis geschaffen. Ein X5.28-Flare, einer der stärksten Sonneneruptionen, hat nicht nur die Sonne erleuchtet, sondern auch einen koronalen Massenauswurf (CME) ausgelöst, der mit über 1800 km/s auf die Erde zusteuert.
Wie Meteorologe Carsten Beyer berichtet, wird der CME voraussichtlich am Abend des 12. November auf das Erdmagnetfeld treffen und starke geomagnetische Stürme verursachen. Diese Störung könnte perfekte Bedingungen für das Erscheinen von Polarlichtern schaffen, auch in Deutschland! Besonders in Regionen mit klarer, trockener Luft und wenig Lichtverschmutzung, wie zum Beispiel den ruhigen Höhenlagen in Wittgenstein oder im Altenkirchener Oberkreis, sind die Aussichten vielversprechend.
Die besten Tipps zur Beobachtung
Wer die Polarlichter live erleben möchte, sollte allerdings einige Tipps beachten. Am besten richtet man seinen Blick auf den Nordhorizont und vermeidet künstliches Licht. Die optimale Zeit für die Beobachtung liegt zwischen 20 Uhr und 1 Uhr. Damit die Übertragungen gelingen, empfiehlt es sich, eine Spiegelreflex- oder spiegellose Kamera im manuellen Modus zu nutzen. Besonders wichtig: Vollständig offene Blende, eine erhöhte ISO-Empfindlichkeit von 1600 bis 3200 und Belichtungszeiten von drei bis zehn Sekunden. Ein Stativ ist ein Muss, um Verwacklungen zu vermeiden.
Für die Fotografie der Polarlichter ist es ratsam, im RAW-Format aufzunehmen, um die Farben und Kontraste später besser nachbearbeiten zu können. Kleine Kitobjektive können sich hierbei als nützlich erweisen, selbst wenn sie lichtschwach sind.
Ein phänomenales Schauspiel in unserer Atmosphäre
Polarlichter, oder Aurora Borealis, entstehen durch die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und dem Magnetfeld der Erde. Bei starken geomagnetischen Stürmen sind diese oft nur in hohen Breiten wie Alaska oder Norwegen sichtbaren Naturwunder auch in mittleren Breiten, wie Deutschland, sichtbar. Historisch gesehen reichen Berichte über Polarlichter bis zu 2500 Jahre zurück und ihre wissenschaftliche Erforschung begann im 18. Jahrhundert. Wenn man an ein solches Schauspiel glaubt, sollte man sich darauf einstellen, dass die starken geomagnetischen Aktivitäten auch Einfluss auf technische Systeme, wie Satelliten und Stromnetze, haben können, wie das-wissen.de hinweist.
Für alle, die die Chance nutzen wollen, diese magische Lichterscheinung zu beobachten, gilt: Haltet euch bereit für eine Nacht voller Farben und Staunen! Und vielleicht sollte man auch einen Blick auf andere interessante Projekte werfen, die das Thema der Wahrnehmung und Darstellung von Schönheit im Alter thematisieren, wie das faszinierende Projekt von Clélia Odette, das sich mit der Sichtbarkeit älterer Frauen beschäftigt.