Ein ganz besonderer Tag in Soest: Am 8. November 2025 radelten vier Mitglieder einer Freundesgruppe aus Dortmund zur beliebten Allerheiligenkirmes. Diese Tradition wird bereits seit über zehn Jahren von Mitgliedern der Radsportvereine Sturm Hombruch und Westfalia Sölde gepflegt. An diesem Samstag war die Gruppe zwar kleiner als in den vergangenen Jahren – im Vorjahr radelten noch sieben Radrennfahrer gemeinsam – doch die Freude und der Enthusiasmus waren unübersehbar. Mit einer Strecke von rund 100 Kilometern, die sie mit ihren Rennrädern zurücklegten, starteten die Radler um 8:45 Uhr, um die feierliche Atmosphäre in Soest zu genießen.

Die Truppe setzte sich aus vier ganz unterschiedlichen Radfahrern zusammen: Marian Thiemann, Manfred Schätte, der mit stolzen 82 Jahren der älteste Radler ist, Gerd Koch, der mit 63 Jahren der jüngste Teilnehmer war, und Hubertus Klein. Die Route führte sie durch malerische Dörfer zwischen Dortmund und Werl, bevor es über die Bundesstraße 1 in die traditionsreiche Stadt Soest ging. In der Kirmeszeit ist es nicht nur Brauch, die Festlichkeiten zu besuchen, sondern auch auf dem Marktplatz die köstlichen Bullenaugen und den zarten Backfisch zu genießen.

Ein kleines Ungemach am Bahnhof

Doch nicht alles war unbeschwert: Am Freitagabend kam es zu Zwischenfällen am Bahnhof, was die Polizei mehrmals auf den Plan rief. Diese Vorfälle werfen einen Schatten auf die Kirmes, während die Radfahrer mit Freude und Kameradschaft dem Fest entgegenfuhren. Solche Herausforderungen sind jedoch Teil jeder Tradition; der Gemeinschaftsgeist, der durch den Radsport gefördert wird, bleibt ungebrochen.

Radsport hat in Deutschland eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Diese Tradition bekräftigt nicht nur das Zusammensein in der Gemeinschaft, sondern zeigt auch den Spaß und die Ausdauer, die der Radsport mit sich bringt. Hierzulande sind verschiedene Disziplinen populär, darunter Straßenradrennsport, Radmarathons sowie kreative Sportarten wie BMX und Einradfahren, die Geschicklichkeit und Ausdauer herausfordern. Radsportveranstaltungen fördern zudem das Umweltbewusstsein und die nachhaltige Mobilität, was angesichts der aktuellen Herausforderungen auch an Bedeutung gewinnt.

So, liebe Leser:innen, freuen wir uns auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Auf zur Allerheiligenkirmes nach Soest! Die Tradition, die durch Freundschaft und Freude am Radsport lebt, wird sicherlich auch 2026 fortgesetzt. Wer weiß, wie viele Radler sich dann auf den Weg machen werden – vielleicht sind die Dörfer zwischen Dortmund und Soest ja dann wieder voller begeisterter Radfahrer! Bis dahin halten wir uns fit und umweltbewusst – ganz im Geiste des Radsports.