In der Nacht zum 24. November 2025 wurden die Bewohner Soests von einem alarmierenden Vorfall überrascht. In der beliebten Kultkneipe „Der Kater“ kam es zu einem Einbruch, der gegen 4 Uhr morgens stattfand. Unbekannte Täter, vermutlich Männer, drangen gewaltsam durch eine Fensteröffnung auf der Seite zur Straße Steingraben in das Lokal ein. Dort durchsuchten sie mehrere Schränke und Schubladen nach Wertsachen. Ob und was letztlich gestohlen wurde, ist bisher unklar, und die Ermittlungen sind noch im Gange. Wie der Soester Anzeiger berichtet, hat die Videoüberwachung wichtige Hinweise zu den Tätern geliefert, die der Polizei bereitgestellt wurden.
Die Polizei hat bereits Zeugen befragt und sucht aktiv nach Verdächtigen, die möglicherweise im Bereich Nöttenstraße oder Steingraben aufgefallen sind. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02921/91000 oder bei jeder örtlichen Polizeidienststelle entgegen.
Einbruchswelle in Soest?
Dieser Vorfall ist nicht der einzige alarmierende Einbruch in der Region. Am 15. Januar 2025 wurde ein Werkzeugfachhandel am Overweg ausgeraubt. Die Täter entwendeten hochwertige Elektrowerkzeuge der Marke Milwaukee im Wert von mehreren Tausend Euro. Wie die Bild berichtet, fanden Polizeibeamte beim Eintreffen eine eingeschlagene Fensterscheibe vor und entdeckten, dass die Diebe vorsorglich beide Zufahrtsstraßen mit Warnbaken blockiert hatten – scheinbar, um die Polizei zu behindern. Auch Krähenfüße aus Metall wurden auf die Fahrbahn gelegt, was zum Glück keine ernsthaften Schäden an den Einsatzfahrzeugen verursachte.
Obwohl die Fahndung nach den Tätern bislang erfolglos war, zeigt dies eine besorgniserregende Tendenz. Laut den aktuellen Statistiken gab es 2024 in Deutschland rund 90.000 gemeldete Einbrüche, was nahezu konstant zum Vorjahr ist. Die Schadenssumme pro Einbruch stieg von 3.600 Euro auf 3.800 Euro, und es kommt im Schnitt alle sechs Minuten zu einem Einbruch. Im Vergleich zu den über 180.000 Fällen im Jahr 2015 hat sich die Zahl versicherter Einbrüche jedoch halbiert, was zeigt, dass sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren gewandelt hat. Tagesschau berichtet über die zunehmenden Sicherheitsbedenken und empfiehlt, Einbruchhemmung durch entsprechende Maßnahmen zu fördern.
Sicherheit geht uns alle an
Die Empfehlung des GDV, sich gezielt gegen Einbrüche zu wappnen, könnte für die Bürger Soests nun noch mehr an Bedeutung gewinnen. Einbruchhemmende Sicherungen wie Querriegelschlösser, Alarmanlagen und die Verbesserung der Sichtbarkeit der eigenen Immobilie durch geeignete Beleuchtung sind einige der Vorschläge. Besonders betont wird die Rolle aufmerksamer Nachbarn und die Dokumentation von Wertsachen zur Erleichterung der Schadensregulierung.
Die Ermittlungskommission hat trotz aller Schwierigkeiten weiterhin die Hoffnung, Licht ins Dunkel zu bringen und die verantwortlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen. So bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die Sicherheitslage in Soest entwickeln wird und welche Maßnahmen die Stadt und ihre Bürger ergreifen werden, um Einbrüche zu verhindern.