Die Eurobahn plant, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wieder ihr vollständiges Angebot zu präsentieren. Dies ist ein großartiger Schritt, nachdem im April 2024 auf vielen Strecken aufgrund erheblicher wirtschaftlicher Herausforderungen und Personalmangel der Fahrplan erheblich reduziert wurde. Der Kreistag Soest hat zu Jahresbeginn eine positive Entscheidung getroffen und dem Einstieg als Mitgesellschafter im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bei der Eurobahn zugestimmt. Diese Entscheidung bringt frischen Wind und Perspektiven für die Passagiere.

Obwohl die Eurobahn zuletzt in einer misslichen Lage war und zahlreiche Beschäftigte verloren hat, gibt es vielversprechende Nachrichten. NWL-Geschäftsführerin Christiane Auffermann hebt die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor, die ohne finanzielle Zuschüsse von Kreisen und Kommunen zum neuen Kurs führen. Karsten Schulz, der technische Geschäftsführer der Eurobahn, informiert über erfolgreiche Neueinstellungen und Ausbildungen von Zugführern – ein klarer Zeichen dafür, dass die Eurobahn „auf Kurs“ ist, wie auch WDR berichtet.

Personalmangel und Verkehrsplanung

Der Fachkräftemangel im öffentlichen Nahverkehr bleibt jedoch ein zentrales Thema. Die Eurobahn benötigt insgesamt 90 neue Fahrzeugführerinnen und -führer, um zum Normalbetrieb zurückzukehren. Über die Sommerferien wird ein Neustart auf den Linien RB 67, RE 89 und RE 3 angestrebt. Langfristig sollen alle Strecken wieder regelmäßig nach Fahrplan bedient werden, was den Passagieren eine ersehnte Stabilität bieten wird.

Das Problem des Personalmangels ist nicht nur ein lokales, sondern ein bundesweites. In Deutschland fehlen derzeit rund 20.000 Busfahrer und 3.000 Triebfahrzeugführer, und auch der Altersdurchschnitt im Fahrdienst ist mit über 50 Jahren höher als in anderen Berufsfeldern. Die VDV spricht von einem hohen Personalbedarf, wo 110.000 neue Beschäftigte eingestellt werden müssen, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Positive Entwicklungen in der Eurobahn

Die Eurobahn zeigt sich trotz der bestehenden Herausforderungen optimistisch. Es haben bereits 30 neue Kollegen ihren Dienst angetreten, und es wird intensiv nach weiteren geeigneten Kandidaten für die Ausbildung zum Lokführer gesucht. Die wirtschaftlichen Kennzahlen der Eurobahn zeigen eine klare Verbesserung, mit dem Ziel, bis Ende 2027 marktfähig zu sein und somit für Investoren attraktiv zu werden.

Abschließend lässt sich sagen: Die Rückkehr zum vollständigen Fahrplan der Eurobahn stellt nicht nur für die Reisenden eine Erleichterung dar, sondern ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer stabileren und nachhaltigeren Mobilität im gesamten Umfeld des Nahverkehrs. Die Entwicklungen werden aufmerksam verfolgt und dienen als Beispiel für die Notwendigkeit, die Mobilitätsbranche weiter zu stärken und den Herausforderungen des Fachkräftemangels proaktiv zu begegnen.