In der charmanten Stadt Soest hat eine außergewöhnliche Ausstellung Premiere gefeiert, die Kunst und Klimawandel auf innovative Weise miteinander verbindet. Im Rahmen der „Winterstrahlen“ kooperieren die Geschäftsstelle Klima und die Soester Museen, um das Bewusstsein für die Folgen der Klimakrise durch digitale Kunst zu schärfen. Die Ausstellung zeigt unter anderem die beeindruckende Videoanimation „Morgner 2100“, die Kunstwerke von renommierten Malern wie Claude Monet, Paul Gauguin und Vincent van Gogh digital transformiert. Diese Transformation verdeutlicht, wie der globale Temperaturanstieg um 1,5 Grad die Landschaften, die wir aus diesen Meisterwerken kennen, verwüsten könnte. Hier wird das Konzept des „Climate Realism“, das die WWF ins Leben gerufen hat, lebendig.
Die Ausstellung ist nicht nur ein visueller Genuss, sondern auch ein Denkanstoß. Sie thematisiert eindringlich die Auswirkungen des Klimawandels, indem sie zeigt, wie Kunstwerke in Zeitraffer in verwüstete Landschaften übergehen. Die Besucher können die Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner sowie in den Schaufenstern des Raum Schroth erleben. Die Öffnungszeiten sind am 13. und 14. sowie 20. und 21. Februar von 17.30 bis 22 Uhr im Museum und vom 15. bis 19. Februar von 17.30 bis 22 Uhr in den Schaufenstern. Informationszettel und QR-Codes bieten zusätzlich Hintergrundinformationen zu Klimazielen und Projekten, die den Fokus auf Kunst als verbindendes Element und Anstoß zum Nachdenken über unsere Zukunft legen.
Ein Blick auf die digitale Transformation
Die digitale Ausstellung „Climate Realism“ geht noch einen Schritt weiter, indem sie mithilfe Künstlicher Intelligenz die klassischen Gemälde von Monet, Van Gogh und anderen an verschiedene Klimaszenarien anpasst. Diese Technik zeigt eindrücklich, wie Landschaften, die wir lieben und bewundern, durch den Klimawandel beeinträchtigt werden könnten. Die WWF setzt sich für eine engagierte Klimaschutzpolitik ein, um dramatische Szenarien zu verhindern, und fokussiert sich auf die Energiewende sowie verbindliche Klimaschutzmaßnahmen und Emissionsminderungen, sowohl in Deutschland als auch weltweit.
Die Realität ist alarmierend: Waldbrände nehmen global zu, betroffen sind Regionen wie der Amazonas und Australien, aber auch in Deutschland sind die Auswirkungen spürbar. Der Meeresspiegel steigt, marine Hitzewellen und die Versauerung der Meere sind nur einige der Folgen, die wir bereits erleben. Besonders die Arktis leidet, wo das Meereis schnell schwindet. Dürren bedrohen Menschen und Ökosysteme, besonders in Gebieten wie Kenia, während extremere Wetterereignisse, wie Hitzewellen und Starkregen, zunehmen und verheerende Folgen mit sich bringen. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass Landwirtschaft sowohl Verursacher als auch von den Konsequenzen des Klimawandels betroffen ist.
Ein Aufruf zum Handeln
Die Ausstellung in Soest ist ein eindringlicher Aufruf, über die Zukunft nachzudenken. Die Kunstwerke, die uns so vertraut sind, werden durch die Linse der Klimakrise neu interpretiert und laden die Besucher ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Küstenökosysteme, die für den Schutz vor Sturmfluten und die Anpassung an den Klimawandel wichtig sind, stehen ebenfalls im Fokus der Diskussion. Michael Stockhausen und Rainer Wolff, die Organisatoren der Ausstellung, planen bereits weitere Projekte, um das Bewusstsein für diesen drängenden und wichtigen Themenkomplex zu schärfen.
Für mehr Informationen zur Ausstellung und den damit verbundenen Klimazielen lohnt sich ein Blick auf die WWF-Seite zu Climate Realism sowie die Berichterstattung im Soester Anzeiger. Diese Initiativen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Verantwortung, den Klimawandel zu bekämpfen und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.