Heute ist der 17.02.2026, und die Polizei in Lippstadt ist auf der Suche nach einem jungen Mann, der verdächtigt wird, ältere Menschen betrogen zu haben. Laut einem Bericht des Soester Anzeigers gab sich der Mann am 6. Januar 2026 als Bankmitarbeiter aus. In einer perfiden Betrugsmasche, die sich gegen Senioren richtet, gaben die Täter vor, dass unrechtmäßige Abbuchungen von den Konten der Opfer stattgefunden hätten. Sechs vollendete Taten wurden an diesem Tag der Polizei gemeldet, wobei die Opfer teilweise über 90 Jahre alt waren.

Die Masche der Betrüger sieht vor, dass die Senioren ihre EC-Karten und die dazugehörigen PINs an der Haustür übergeben. Ein Beispiel aus einem der Fälle zeigt, dass den Opfern gesagt wurde, ihre EC-Karte müsse wegen eines Schließfachaufbruchs überprüft werden. Der gesuchte Mann ist schätzungsweise 20 bis 30 Jahre alt, schlank und hat dunkelblonde Haare. Er trug einen Hoodie der Marke „Pegador“ und eine FFP2-Maske. Die Polizei hat bereits Fahndungsfotos veröffentlicht und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 02941/91000.

Gefahren für ältere Menschen

Die Polizei warnt eindringlich vor der Herausgabe von Bankkarten und PINs an Unbekannte. Es ist wichtig zu wissen, dass Banken niemals sensible Daten wie Passwörter, PIN oder TAN am Telefon abfragen. Im Falle eines verdächtigen Anrufs empfiehlt die Polizei, das Telefonat sofort zu beenden und die Bank unter der offiziellen Nummer zurückzurufen. Betrugsversuche sollten umgehend der Polizei und der Bank gemeldet werden.

Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Betrugsmaschen, die speziell auf ältere Menschen abzielen. Laut der Polizei Hessen treten Täter häufig in verschiedenen Rollen auf, wie zum Beispiel als seriöse Geschäftspersonen, Handwerker oder angebliche Amtspersonen. Dabei nutzen sie Trickbetrug oder Trickdiebstahl, um in die Wohnungen ihrer Opfer zu gelangen. Ablenkungen durch einen Komplizen können es den Tätern ermöglichen, unbemerkt Bargeld oder Wertgegenstände zu stehlen.

Präventionsmaßnahmen

Um sich und seine Angehörigen zu schützen, gibt die Polizei einige Empfehlungen:

  • Vor dem Öffnen der Tür durch Türspion oder Fenster prüfen, wer vor der Tür steht.
  • Die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel öffnen.
  • Keine Fremden in die Wohnung lassen.
  • Sich energisch gegen zudringliche Besucher wehren und laut sprechen oder um Hilfe rufen.
  • Von Amtspersonen den Dienstausweis verlangen und sorgfältig prüfen.
  • Im Zweifel die entsprechende Behörde anrufen.
  • Nichts unter Zeitdruck unterschreiben und Vertragsbedingungen gründlich lesen.

Die Angst vor krimineller Bedrohung ist bei älteren Menschen in den letzten Jahrzehnten gestiegen, obwohl sie im Vergleich zu anderen Altersgruppen seltener Opfer von Straftaten werden. Dennoch beeinflusst dieses Gefühl der Unsicherheit stark ihr Sicherheitsgefühl.

Die Polizei appelliert an Familien und Freunde, ältere Menschen über solche Betrugsmaschen aufzuklären. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Gemeinschaft zusammenarbeitet, um die Vulnerabilität älterer Menschen in unserer Gesellschaft zu verringern. Nur durch Aufklärung und Wachsamkeit können wir gemeinsam einen Beitrag zur Sicherheit unserer älteren Mitbürger leisten.