Es gibt spannende Nachrichten aus der Welt des Schiedsrichterwesens! Abdulrahman Al Mahameid, ein 19-jähriger Schiedsrichter mit syrischen Wurzeln, hat sich in der Handballszene des Deutschen Handballbundes (DHB) einen Namen gemacht. Seit er mit 16 Jahren begann, bei Männerspielen auf Verbandsebene zu pfeifen, hat er sich enorm weiterentwickelt. Seine Anfänge waren nicht einfach, wie er selbst berichtet, doch die Herausforderungen haben ihn nur stärker gemacht. Die Familie Al Mahameid floh 2015 aus Syrien nach Deutschland, als Abdulrahman noch ein Kind war. Mittlerweile ist er im Perspektivkader des DHB nominiert und gilt als großes Talent in der Schiedsrichterszene. Handball-World berichtet, dass …
Abdulrahman ist nicht allein auf seinem Weg; sein älterer Bruder Mohammad (Mo) unterstützt ihn im Schiedsrichterwesen. Gemeinsam haben sie in der Saison 2024/25 stolze 56 Spiele gepfiffen, darunter auch in der Oberliga und der B-Jugend-Bundesliga. Der große Bruder und der jüngere Schiedsrichter ergänzen sich gut, was sich auch in den positiven Rückmeldungen zeigt, die sie beim Internationalen Biberacher Osterturnier (IBOT) erhalten haben. Neben dem Pfeifen nehmen die beiden auch an hochkarätigen Turnieren teil, nicht zuletzt am Sauerland-Cup und den Lundaspelen in Schweden. Der TVE hebt hervor, dass …
Schiedsrichter-Nachwuchs in der Region
Doch die Familie Al Mahameid ist nicht das einzige Beispiel für den aufstrebenden Schiedsrichter-Nachwuchs in der Region. Der TV Emsdetten hat es geschafft, die Anzahl an Schiedsrichtern signifikant zu steigern. Vor acht Jahren waren es gerade mal vier, heute sind es fast 500, und sogar die unteren Seniorenklassen werden mittlerweile mit Schiedsrichtern besetzt. Die Akzeptanz für die Arbeit der Schiedsrichter innerhalb der Abteilung wächst stetig, was für die Entwicklung des Handballs in der Region von großer Bedeutung ist. Es gibt mittlerweile jährlich mindestens einen Lehrgang, bei dem junge Talente wie Abdulrahman Al Mahameid ausgebildet werden können. Auch der Schiedsrichter-Schein kann ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden und erfordert eine Mitgliedschaft im Verein aus versicherungstechnischen Gründen.
Der Schiedsrichter-Alltag ist jedoch nicht immer einfach. Gerade für die jungen Schiedsrichter ist eine solide Unterstützung wichtig, und die regelmäßigen Treffen mit erfahrenen Kollegen helfen dabei, das notwendige Know-how zu erlangen. Weitere Unterstützung bieten erfahrene Schiedsrichter wie Reinhard Bertels. Es bleibt jedoch auch festzuhalten, dass die Schiedsrichterarbeit für Frauen in diesem Bereich noch nicht gut vertreten ist. Eine Umstellung, die wünschenswert wäre, um auch im Damenbereich mehr Vielfalt und Repräsentation zu erreichen.
Ziele und Träume
Abdulrahman hat große Ambitionen. Neben seinem Engagement als Schiedsrichter arbeitet er an seinem Abitur und plant ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau. Für ihn und seinen Bruder besteht der Traum darin, eines Tages in Kiel zu pfeifen. Zuletzt flogen die Brüder sogar nach Syrien, um ihre Familie nach zehn Jahren wiederzusehen. Ein emotionaler Moment, der gleichzeitig zeigt, wie weit sie seit ihrer Flucht gekommen sind.
Die Handballszene ist lebendig und entwickelt sich dynamisch weiter. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Karriere von Abdulrahman Al Mahameid entwickeln wird. Bleiben wir gespannt und wünschen ihm und seinem Bruder weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!



