In der Stadt Olfen tut sich aktuell einiges in Bezug auf die Unterbringung von Geflüchteten. Heute, am 12. November 2025, zeigt die Verwaltung entschlossenes Handeln: Anlässlich intensiver Kontrollen wurde festgestellt, dass viele Geflüchtete sich abmelden, wenn sie woanders wohnen, was zur vorzeitigen Auflösung bestimmter Unterkünfte führt. Wie WDR berichtet, hat die Stadt bereits mehr als 100.000 Euro pro Jahr eingespart, weil eine Gemeinschaftsunterkunft geschlossen wurde. Auch Sozialleistungen für unbekannt verzogene Personen wurden gestrichen, was die Stadt dazu befähigt, auf den Bau oder die Anmietung neuer Unterkünfte zu verzichten und die bestehenden Ressourcen besser zu nutzen.

Tatsächlich wurden bei Kontrollen über 50 ungenutzte Zimmer oder Wohnungen festgestellt. Thorsten Cornels, Leiter Sicherheit und Ordnung, kündigte an, dass die Kontrollen fortgesetzt werden, um die Kapazitäten optimal im Sinne aller Bürger zu nutzen. Es gilt, die Situation gerecht zu gestalten und gleichzeitig die finanzielle Belastung der Stadt zu senken. Auch andere Städte wie Beckum, Bocholt, Oelde und Rheine ziehen nach und führen ähnliche Kontrollen durch.

Entwicklungen in der Geflüchtetenlage

<pDie Zahl der Geflüchteten ist in den letzten Monaten gesunken, was vielen Kommunen eine Entlastung bringt. So zeigt eine aktuelle Befragung der Universität Hildesheim, dass 72% der Kommunen die Unterbringung als herausfordernd, aber machbar empfinden. Tagesschau berichtet weiter, dass 60% der Kommunen Notunterkünfte bereithalten, während 35% keine Vorbereitungen treffen. Diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen das gemischte Bild der derzeitigen Lage in Deutschland.

Beispiele wie in Ulm verdeutlichen die Problematik: Hier sind die ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte leer, da die Ankommenden drastisch gesunken sind – von 40 auf etwa 10 pro Monat. Die Stadtverwaltung in Ulm hat sich auf die Integration konzentriert und möchte Genehmigungsfragen, Wohnungssuche und Sprachkurse unterstützen. Trotz aller Herausforderungen stehen 11% der Kommunen weiterhin unter Druck und beklagen einen Zustand im „Notfallmodus“.

In den letzten Monaten haben Kommunen erkannt, dass das Management der Unterbringung von Geflüchteten zwar herausfordernd ist, aber mit der richtigen Strategie verbessert werden kann. Dabei helfen organisatorische Maßnahmen und die Schaffung von strengen Kontrollen, wie sie in Olfen durchgeführt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Soziallandschaft in den kommenden Monaten entwickeln wird, besonders wenn die Zahlen der Geflüchteten wieder steigen sollten.