Bei einem tragischen Vorfall nach dem Fußball-Zweitligaspiel zwischen Schalke 04 und dem SC Paderborn wurde eine 24-jährige Frau schwer verletzt, als sie beim Überqueren der Straße von einem Auto angefahren wurde. Wie n-tv berichtet, wurde die Frau dabei durch die Luft geschleudert und erlitt mehrere Verletzungen an Stirn, Schulter sowie beiden Knien. Sie musste ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie zunächst auf einer Zwischenintensivstation behandelt wurde. Lebensgefahr bestand jedoch nicht.
Der Fahrer des mutmaßlichen Fahrzeugs flüchtete sofort nach dem Unglück, ohne sich um die verletzte Frau zu kümmern. Zeugen konnten sich jedoch das niederländische Fahrzeugkennzeichen merken, was es der Polizei ermöglichte, die Behörden in den Niederlanden zu informieren. Das Fluchtfahrzeug wurde schließlich bei Arnheim gestoppt. Der 29-jährige Fahrer, der anscheinend alkoholisiert war, musste eine Blutprobe abgeben. Nach den notwendigen polizeilichen Maßnahmen wurde er mit Wohnsitz in den Niederlanden entlassen. Die Personalien seiner Mitfahrer wurden ebenfalls erfasst, und das Unfallfahrzeug wird nach Gelsenkirchen zur Beweissicherung überführt.
Unfall auf der A42
Ebenfalls in Gelsenkirchen hat ein anderer Vorfall in der Nacht auf Sonntag für Aufregung gesorgt. Ein 23-jähriger Mann aus Mülheim verursachte gegen 00:09 Uhr auf der A42 einen schweren Unfall. Er versuchte, einen 45-jährigen Autofahrer zu überholen, ignorierte dabei jedoch eine Absperrung und fuhr über mehrere Warnbaken und Baustellenschilder. Sein Fahrzeug prallte gegen die Mittelschutzplanke, und Trümmerteile verteilten sich auf beiden Fahrbahnen, was zu Schäden an weiteren Fahrzeugen führte.
Nachdem er zu Fuß vom Unfallort geflüchtet war, konnte die Polizei ihn im Stadtgebiet Gelsenkirchen stellen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der junge Mann keinen Führerschein besaß und Anzeichen für den Konsum von Alkohol und Drogen zeigte. Auch hier wurde eine Blutprobe entnommen. Der Unfallverursacher blieb leicht verletzt, es gab jedoch keine weiteren Verletzten. Die Polizei Münster ermittelt nun wegen Unfallflucht und weiterer Straftaten, was bei all den Geschehnissen mehr Fragen aufwirft, insbesondere bezüglich der Sicherheit auf den Straßen.
Alkohol und Drogen als Risikofaktoren
Wenn wir über solche Vorfälle sprechen, ist es wichtig, die zugrunde liegenden Faktoren zu beleuchten. Sowohl der Fahrer, der die Frau angefahren hat, als auch der Unfallverursacher auf der A42 hatten entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen schlecht abgeschnitten. Laut dem Bußgeldkatalog gilt in Deutschland die Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer, und bereits ab 0,3 Promille können erhebliche Strafen drohen. Bei einer Gefährdung des Verkehrs sind empfindliche Geldbußen und sogar Führerscheinentzüge zu erwarten.
Die Statistiken zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: 2019 gab es beispielsweise 228 Tote durch Alkoholunfälle und 17.183 Verletzte. Unter Drogen hat sich die Zahl der Unfälle von 434 im Jahr 1991 auf 2.386 im Jahr 2019 erhöht. Das ist ein klares Zeichen, dass hier Handlungsbedarf besteht und wir als Gesellschaft mehr für die Sicherheit auf unseren Straßen tun müssen.
In Anbetracht der aktuellen Vorfälle wird erneut klar, wie imperative es ist, dass wir Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol und Drogen am Steuer schaffen und ahnden. Nur so können wir die Sicherheit auf unseren Straßen erhöhen und solche tragischen Unfälle in Zukunft vermeiden.