In den letzten Jahren hat sich im Fußballkreis Unna-Hamm Einiges getan: Die Kinder- und Jugendmannschaften erleben einen regelrechten Boom. Holger Bellinghoff, der FLVW-Vizepräsident für den Jugendfußball aus Hamm, freut sich über diesen Trend. Laut wa.de reicht die Zahl der neuen Mannschaften in dieser Saison auf erstaunliche 397. Damit verzeichnet der Fußballverband Westfalen den Zuwachs zum fünften Mal in Folge, was auch ein positives Zeichen für die Beliebtheit des Fußballs in der Region darstellt.
Besonders auffällig ist der Zuwachs im Mädchenfußball, der sich fast verdoppelt hat. Thomas Trahe, der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses Unna-Hamm, erklärt, dass das Wachstum des Interesses am Fußball auch mit innovativen Konzepten in Zusammenhang steht. Die Neugestaltung von Spielformaten und die Einführung neuer Programme scheinen ihre Wirkung zu zeigen.
Rückgang bei B-Junioren
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die B-Junioren verzeichnen einen Rückgang. Dieser ist laut den Experten auf geburtenschwache Jahrgänge und eine generelle Veränderung der Interessen von Jugendlichen zurückzuführen. Um dem entgegenzuwirken, wird derzeit ein Konzept erarbeitet, um den Fußball für die B-Junioren attraktiver zu gestalten. Hierbei spielen unter anderem angepasste Anstoßzeiten eine Rolle.
Der gestiegene Zulauf an Mannschaften bringt freilich auch Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Besetzung von Schiedsrichtern wird zur echten Herausforderung, vor allem in den unteren Ligen der D- und C-Junioren. Über 100 Schiedsrichter gingen in den letzten Jahren verloren, doch die Tendenz zeigt mittlerweile wieder nach oben.
Zufriedenheit mit den Sportstätten
Im Vergleich zu anderen Fußballkreisen im Kernruhrgebiet geht es dem Kreis Unna-Hamm jedoch besser. Hier gibt es keine ernsthaften Probleme, da mehrere Vereine oft auf einer Sportstätte untergebracht werden müssen. Vielmehr sind die Verantwortlichen mit den vorhandenen Sportstätten zufrieden, die gute Rahmenbedingungen für den Fußballbetrieb bieten.
Diese Entwicklungen sind nicht nur ein positives Zeichen für die Vereine vor Ort, sondern auch für die gesamte Region. Die Unterstützung der jungen Talente und das Engagement der Vereine sind entscheidend, um die Begeisterung am Fußball weiter anzufeuern. Ein Blick in die Zukunft lässt daher hoffen, dass wir noch viele spannende Begegnungen und vielleicht auch den einen oder anderen Spitzenkicker aus der Region erleben werden.