Die Kreisstadt Unna trauert um ihren ersten Beigeordneten, Peter Schickert, der am 29. Januar 2026 im Alter von 97 Jahren verstorben ist. Schickert, ein Diplom-Ingenieur, prägte über mehrere Jahrzehnte die Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Stadt Unna. Er trat 1961 als Stadtplaner in den Dienst der Stadt ein und übernahm am 1. September 1965 die Leitung des Stadtbauamtes. Bereits am 1. März 1966 wählte der Rat ihn zum Technischen Beigeordneten (Stadtbaurat). Ein Jahr später wurde er zum allgemeinen Vertreter des Stadtdirektors als Erster Beigeordneter bestellt und übte dieses Amt bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1992 aus. Schickerts mehrfache Wiederwahl bestätigte seine fachlichen Kompetenzen und Arbeitserfolge. Bürgermeister Dirk Wigant würdigte seine Arbeit und die bleibenden Spuren, die Schickert in der Stadt hinterlassen hat. Rat und Verwaltung danken ihm für sein engagiertes Wirken und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Weitere Informationen über sein Lebenswerk sind auf der offiziellen Webseite der Stadt Unna verfügbar (hier).

In der jüngeren Vergangenheit sieht sich die Stadt Unna jedoch mit personellen Herausforderungen konfrontiert. Im vergangenen Jahr wurde eine Beigeordnetenstelle im Technischen Dezernat ausgeschrieben, die jedoch vakante blieb, da das Bewerberfeld zahlenmäßig dünn war. Es gab keinen Kandidaten mit ausreichendem Rückhalt im Rat. Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) verfolgt nun eine neue Strategie, um die Dezernentenebene neu zu besetzen. Geplant ist, zwei Dezernentenstellen auszuschreiben, um insgesamt vier Fachdezernenten zu gewinnen. Während Sandro Wiggerich (Grüne) und Markus von der Heide (CDU) als Beigeordnete erhalten bleiben, werden die neuen Stellen die Bereiche Schule, Soziales, Jugend und Sport sowie den Baubereich abdecken. Bewerbungen sind bis zum 19. Februar möglich, wobei die ausgeschriebenen Stellen nach A16 dotiert sind und ein Grundgehalt zwischen 6200 und 7846 Euro bieten, abhängig von der Erfahrungsstufe. Kritiker äußern Bedenken, dass die Einstellung von vier Dezernenten höhere Personalkosten verursacht als ein Beigeordneter. Dennoch stellt die Verwaltung fest, dass die Dezernenten nicht vom Rat gewählt werden, was politische Einflüsse auf die Bewerberauswahl verringert. Weitere Details dazu sind in den Berichten des Hellweger Anzeigers nachzulesen.

Stadtentwicklung in Unna

Die Herausforderungen bei der Personalbesetzung in Unna sind Teil einer größeren Initiative zur Stadtentwicklung, die vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt wird. Diese nationale Stadtentwicklungspolitik zielt darauf ab, Städte und Gemeinden lebenswert und erfolgreich zu halten. Sie fördert den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren und Interessierten im Bereich Stadtentwicklung und thematisiert aktuelle stadtgesellschaftliche sowie städtebauliche Trends. Es werden beispielhafte Handlungs- und Lösungsansätze hervorgehoben, die in die zukünftige Planung von Unna einfließen könnten. Weitere Informationen sind auf der Webseite der nationalen Stadtentwicklungspolitik verfügbar.

Unna wird oft als „freizeitaktive und lebendige Stadt“ beschrieben, die mit ihren vielfältigen Einrichtungen einen hohen Lebensstandard bietet. Die Stadt steht vor der Aufgabe, diese Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern und gleichzeitig auf die Herausforderungen der Stadtentwicklung zu reagieren. Die Entwicklungen rund um die Personalsuche im technischen Bereich sind daher nur ein Teil des Gesamtbildes, das Unnas Zukunft prägen wird.