In der Gemeinschaftsgrundschule Waldniel hat das Klimaparlament am 8. März 2026 wieder seine Türen geöffnet. Alle sechs Wochen trifft sich die Gruppe, bestehend aus rund 20 gewählten Schülerinnen und Schülern, um gemeinsam Ideen für Umwelt- und Klimaschutz zu entwickeln. Unter der Leitung von Josefine Gohr wurden in der letzten Sitzung zahlreiche spannende Vorschläge gesammelt, die sowohl den Schulgarten als auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit innerhalb der Schulgemeinschaft fördern sollen.
Zu den Themen der Tagesordnung gehörten unter anderem das Landesprojekt „NRW pflanzt“, die Idee eines grünen Klassenzimmers und die Planung einer Projektwoche. Die Kinder zeigten sich kreativ und sammelten viele Vorschläge, wie etwa Sitzbänke für das grüne Klassenzimmer, Naschsträucher, eine Recycling-AG sowie einen Flohmarkt auf dem Schulgelände. Unterstützung erhielt das Klimaparlament auch von Michelle Klaffke, einer Fachkraft für Kinder- und Jugendbeteiligung der Gemeinde Schwalmtal, die die Idee einbrachte, neue Vogelnistkästen und Insektenhotels für die Obstwiesen zu bauen – ein Vorschlag, der einstimmig angenommen wurde.
Ein Blick auf das Projekt „NRW pflanzt“
Das Landesprojekt „NRW pflanzt“ zielt darauf ab, eine Million neue Bäume in Nordrhein-Westfalen zu pflanzen. Diese Initiative wird von Robin Gut geleitet und vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Alle 396 Städte und Gemeinden in NRW sind eingeladen, sich an diesem bedeutenden Projekt zu beteiligen. Ziel ist es, den Klimaschutz, die Biodiversität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Besonders bemerkenswert ist, dass die Bäume von Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gepflanzt werden sollen, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
Ein Pressetermin zum Auftakt der Pflanzaktion ist für den 7. Juli 2025 in Alpen, Kreis Wesel, geplant. Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Silke Gorißen wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der Initiative Robin Gut das Projekt vorstellen. Ein „Letter of Intent“ wird unterzeichnet, um Staatswaldflächen für die Wiederbewaldung zu sichern – ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Aktivitäten des Klimaparlaments und das Projekt „NRW pflanzt“ stehen im Einklang mit dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dieses Bildungskonzept fördert das Wissen über nachhaltige Entwicklung und deren Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ziel ist es, systemisches Denken und nachhaltiges Handeln zu entwickeln sowie eine selbstverantwortliche Gesellschaftsgestaltung zu ermöglichen.
BNE ergänzt die klassische Umwelt- und Naturschutzbildung und thematisiert unter anderem den Klimawandel, den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und Gerechtigkeitsfragen. In Deutschland wird die Umsetzung von BNE durch einen nationalen Aktionsplan unterstützt, der 130 Einzelziele und 349 Handlungsempfehlungen für das Bildungssystem enthält. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass künftige Generationen ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung entwickeln und Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.
So wird deutlich, dass die Engagements der Schülerinnen und Schüler in Waldniel nicht nur lokal, sondern auch im größeren Zusammenhang der nachhaltigen Entwicklung und des Klimaschutzes von großer Bedeutung sind. Bürgermeister Andreas Gisbertz und Klimamanager Michael Buijzen unterstützten die Schüler in ihrer Arbeit, indem sie der Schule eine Buchspende für die Bibliothek überreichten. Diese Mischung aus aktivem Handeln und Bildung legt den Grundstein für eine umweltbewusste Zukunft.
Für weitere Informationen über die Aktivitäten des Klimaparlaments in Waldniel können Sie die vollständigen Details auf lokalklick.eu nachlesen. Auch das Projekt „NRW pflanzt“ finden Sie unter wald-und-holz.nrw.de, und Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt es auf umwelt.nrw.de.