Am 12. März 2026 wurde in Viersen das Richtfest für eine neue Logistikhalle gefeiert, die von der Aconlog Projektentwicklung GmbH errichtet wird. Der erste Spatenstich für dieses ambitionierte Projekt fand bereits im Oktober 2025 statt. Die Fertigstellung der Logistikhalle ist für den 24. Juni 2026 geplant. Auf einem großzügigen Gelände von 30.600 Quadratmetern wird eine Halle mit einer Fläche von 16.500 Quadratmetern entstehen, die nicht nur Platz für Warenlogistik, sondern auch Büros und Parkplätze bieten wird.

Die Baukosten belaufen sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Ein erster Mieter könnte durch die Ansiedlung rund 70 Arbeitsplätze schaffen. Die Logistikhalle soll bis zur Fertigstellung in den Endspurt der Bauarbeiten eintreten, wobei die ersten Mieter voraussichtlich Ende Juni einziehen werden. In mehr als 220 Touren wurden knapp 400 Betonfertigteile mit einem Gesamtgewicht von rund 3.850 Tonnen transportiert. Zudem kommen beim Bau rund 600 Holzbauteile und über 20.000 Schrauben sowie mehr als 630 Fassadenelemente zum Einsatz.

Nachhaltigkeit im Fokus

Besonders bemerkenswert ist der nachhaltige Ansatz des Neubaus. Die Heizung der Logistikhalle wird fossilfrei betrieben, was den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes erheblich reduzieren soll. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen kann. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlicher Logistik, der auch mit den Zielen des Projekts GILA in Einklang steht. Dieses Projekt fokussiert sich auf die Entwicklung von Best Practices und Analysen zur Nachhaltigkeit von Logistikzentren und fördert emissionsfreie Logistik bis 2050.

Für das neue Logistikzentrum in Viersen sind darüber hinaus verschiedene nachhaltige Features geplant, darunter E-Ladestationen für Fahrzeuge und ein Regenwasserversickerungssystem. Die Photovoltaikanlage wird eine Leistung von 1.400 kVA haben und soll jährlich etwa 1,3 Millionen kWh Strom produzieren. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Biodiversitätskonzepts, das die Flora und Fauna in der Umgebung fördern soll.

Partnerschaften und Zukunftsperspektiven

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern realisiert, darunter der Generalunternehmer LIST Bau und der Projektsteuerer Tricer Management. Die Baugenehmigung wurde von der Stadt Viersen innerhalb von sechs Monaten erteilt, was die zügige Umsetzung des Projekts unterstützt hat. Die Vermarktung der beiden Einheiten erfolgt durch BNP Paribas Real Estate, Büro Düsseldorf.

Die Logistikbranche steht vor bedeutenden Herausforderungen, und Projekte wie dieses in Viersen setzen wichtige Zeichen für die Zukunft. Sie zeigen, wie innovative Ansätze und moderne Technologien genutzt werden können, um umweltfreundliche Lösungen zu schaffen. Die Ergebnisse des Projekts GILA, das unter anderem vom BMBF gefördert wird, sollen in internationale Netzwerke eingebracht werden, um eine breitere Diskussion über Nachhaltigkeit in der Logistik anzuregen.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die ursprünglichen Berichte auf RP Online und Rheinischer Spiegel nachlesen. Außerdem bietet das Fraunhofer IML spannende Einblicke in die Entwicklungen im Bereich nachhaltiger Logistikzentren.