Ein Tag der Trauer und des Neuanfangs: Der kürzlich stattgefundene Parteitag der SPD im Kreis Viersen fand unter dem schweren Eindruck des plötzlichen Todes ihres Vorsitzenden Udo Schiefner statt. Schiefner, der am 9. Oktober 2025 verstarb, war seit 2002 an der Spitze der Partei im Kreis und hinterließ ein ehrendes Erbe in der politischen Landschaft. Er war nicht nur Mitglied des Deutschen Bundestages, sondern hatte auch bedeutende Ämter innerhalb der Partei inne, unter anderem als Vorsitzender der SPD-Region Niederrhein und im Verkehrsausschuss des Bundestags. 

Mit einer bewegenden Ansprache würdigte die stellvertretende Vorsitzende Silke Depta das Engagement Schiefners und betonte, wie wichtig es sei, seinen Weg fortzusetzen. „Wir sind gefordert, die gewonnenen Werte und die Geschlossenheit der Partei weiterzuführen“, sagte sie. Auf der Versammlung wurde ein Übergangsvorstand gewählt, der die Geschäfte der SPD bis zum nächsten ordentlichen Parteitag im April oder Mai 2026 führen soll. Dies zeigt, dass die Partei fest entschlossen ist, in dieser schwierigen Zeit zusammenzuhalten und den Blick nach vorn zu richten. Der Übergangsvorstand setzt sich aus einer engagierten Gruppe von Mitgliedern zusammen:

  • Stellvertretende Vorsitzende: Silke Depta, Tanja Jansen
  • Schatzmeisterin: Ebru Cornelißen
  • Schriftführer: Benno Henschen
  • Beisitzer: Rita Clever, Marco Goertz, Hans-Joachim Kremser, Stefan Kiwitz, Michael Lambertz, Nicole Lemkens, Phillip Lourenzo, Lukas Maaßen

Ein Blick auf Udo Schiefner

Udo Schiefner spielt eine bedeutende Rolle in der politischen Geschichte der Region und der SPD insgesamt. Geboren am 7. August 1959 in Kempen, erlangte er zunächst die Fachoberschulreife und arbeitete als Chemisch-Technischer Assistent, bevor er in die Politik ging. Seine politische Karriere nahm 1975 mit dem Eintritt in die SPD ihren Anfang. Von 2013 bis 2025 war er dann Mitglied des Bundestages, wo er vor allem im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur tätig war. Schiefners Engagement für soziale Gerechtigkeit und der Einsatz für die Belange seiner Wähler stehen als Vermächtnis fest in der Erinnerung der Menschen.

Schiefner war während seiner Zeit in der SPD auch in verschiedenen Parteigremien aktiv und war ein Verfechter der sozialdemokratischen Grundwerte: Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Diese Prinzipien sind seit der Gründung der SPD Ende des 19. Jahrhunderts fest verankert und spiegeln sich bis heute in der politischen Arbeit der Partei wider. Die SPD, die über 358.000 Mitglieder zählt und als eine der beiden deutschen Volksparteien gilt, zeigt sich somit auch in schweren Zeiten stark und entschieden.

Der Weg in die Zukunft

Der bevorstehende Parteitag im kommenden Jahr wird nicht nur die Wahl eines neuen Vorsitzenden mit sich bringen, sondern auch die Weichen für die Zukunft der Partei stellen. Die SPD steht vor der Herausforderung, nach dem Verlust von Udo Schiefner weiterzumachen und gleichzeitig den Kurs zu finden, den er vorgegeben hat. „Wir müssen die Geschlossenheit bewahren und unser gemeinsames Ziel nie aus den Augen verlieren“, so Silke Depta, die damit die Stimmung im Parteitag spiegelt.

Die nächsten Monate könnten entscheidend dafür sein, wie die SPD im Kreis Viersen und darüber hinaus sowohl organisatorisch als auch ideologisch ihre Herausforderungen meistert. In Gedenken an Udo Schiefner sollten sie den Mut finden, die sozialdemokratischen Werte hochzuhalten und neue Impulse für die Zukunft zu setzen.