Die Vorfreude in der Stadtbibliothek Viersen ist greifbar, denn am Montag, den 23. Februar, findet der Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels statt. Von 9 bis 18 Uhr werden hier Schüler aus dem gesamten Kreis Viersen ihre Lesekünste unter Beweis stellen. Die Albert-Vigoleis-Thelen-Stadtbibliothek am Rathausmarkt 1b wird zum Schauplatz dieses bedeutenden Wettbewerbs, an dem 23 weiterführende Schulen teilnehmen. Die Teilnehmer haben sich zuvor durch interne Vorlesewettbewerbe qualifiziert und werden sowohl einen vorbereiteten als auch einen unbekannten Text vortragen.

Ein Highlight des Wettbewerbs ist die Jury, die sich aus erfahrenen Persönlichkeiten zusammensetzt: Monika Effkermann, die Leiterin der Kinderbibliothek, Nicola Nilles, die Leiterin der Kulturabteilung, Lesepatin Marlis Spiegelhoff sowie der Autor Markus Fegers werden die Vorträge bewerten. Der Vorlesewettbewerb, der 1959 ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einer der größten und ältesten Veranstaltungen für Schulen in Deutschland entwickelt und zieht jährlich rund 600.000 Teilnehmer an. Dies zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Leseförderung in unserer Gesellschaft ist.

Erfolgreiche Teilnehmer und spannende Formate

In der vergangenen Woche traten bereits die besten Vorleser aus der Region in einem spannenden Wettbewerb gegeneinander an. Die Siegerinnen sind Eleni Buscher vom Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis und Nora Moiseenko vom Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen. Insgesamt nahmen 23 Kinder aus sechsten Klassen an den Regionalentscheiden teil, wobei 22 Kinder in zwei Gruppen gegeneinander antraten. Der Regionalentscheid Nordost begann um 9:30 Uhr und um 14 Uhr folgte der Regionalentscheid Südwest mit Teilnehmern aus Nettetal, Schwalmtal, Brüggen und Viersen. Die Kinder präsentierten sowohl einen vorbereiteten als auch einen fremden Text, was die Herausforderung und den Reiz des Wettbewerbs erhöht.

Die Jury, bestehend aus Monika Effkermann, Nicola Nilles, Markus Fegers, Lia Nilges und Marlis Spiegelhoff, hatte die schwierige Aufgabe, die Leistungen der jungen Vorleser zu bewerten. Sowohl Eleni als auch Nora haben sich mit ihren herausragenden Leistungen für den Bezirksentscheid im Frühjahr qualifiziert. Dieses Format fördert nicht nur die Lesekompetenz, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder und bereitet sie auf zukünftige Herausforderungen vor.

Ein Blick in die Zukunft der Leseförderung

Der Vorlesewettbewerb ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern Teil einer größeren Initiative zur Leseförderung in Deutschland. Der 67. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wird im Oktober 2025 starten und erwartet rund 600.000 Schülerinnen der sechsten Klassen aus ganz Deutschland. Der bundesweite Meldeschluss für Schulsiegerinnen ist der 15. Dezember 2025. Ziel des Wettbewerbs ist die Stärkung der Lesekompetenz bei Sechstklässlerinnen und die Förderung der Freude am Lesen. Studien belegen, dass die Teilnahme am Wettbewerb die Lesemotivation langfristig steigert und somit einen wertvollen Beitrag zur Bildung der teilnehmenden Kinder leistet.

Der Wettbewerb ist eines der größten und ältesten bundesweiten Projekte zur Leseförderung und zeigt, wie wichtig die Unterstützung von Schulen und Eltern ist. Der „Nationaler Bildungsbericht 2023“ weist darauf hin, dass über 25% der Grundschulabsolventinnen Schwierigkeiten beim sinnentnehmenden Lesen haben. Dies macht die Arbeit des Vorlesewettbewerbs umso bedeutender, da er eine Plattform bietet, um Lesekompetenz zu fördern und Sprachliche Diversität zu integrieren. Kritiker bemängeln jedoch, dass Kinder aus bildungsfernen oder sozial benachteiligten Familien oft unterrepräsentiert sind, was eine Herausforderung für die zukünftige Gestaltung des Wettbewerbs darstellt.

Insgesamt ist die Leseförderung ein zentrales Anliegen unserer Gesellschaft, und Veranstaltungen wie der Vorlesewettbewerb spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Lesekultur zu stärken und zu fördern. Die Albert-Vigoleis-Thelen-Stadtbibliothek in Viersen ist dabei ein wichtiger Ort, um diese Initiativen voranzutreiben und Kinder für das Lesen zu begeistern. Quelle, Quelle, Quelle.