In Nordrhein-Westfalen stehen den Autofahrern am kommenden Wochenende einige Unannehmlichkeiten bevor. Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke, besser bekannt als die Südbrücke zwischen Düsseldorf und Neuss, wird von Freitagabend, 20 Uhr, bis Montagfrüh, 5 Uhr, voll gesperrt. Diese Maßnahme betrifft sowohl motorisierte Fahrzeuge als auch Straßenbahnen. Radfahrer und Fußgänger können jedoch die Brücke passieren, wobei der Rad- und Gehweg in Richtung Neuss während der Sperrung nicht nutzbar ist. In Richtung Düsseldorf bleibt er hingegen in beiden Richtungen zugänglich. Diese Vollsperrung ist Teil der umfassenden Sanierungsarbeiten, die seit etwa zwei Jahren durchgeführt werden und die Erneuerung von 16 Brückenlagern durch das Anheben der Brücke mit einer Hydraulikpresse umfassen.
Die Arbeiten sind notwendig, um die Brücke für die tägliche Nutzung von über 50.000 Fahrzeugen sicher zu halten. Aufgrund gravierender Schäden, insbesondere durch LKW-Verkehr, gilt auf der Brücke ein Tempolimit von 30 km/h. Das Ziel ist es, die Fahrtrichtung Neuss bis zur Landesgartenschau in Neuss Mitte April wieder zweispurig freizugeben. Eine weitere Vollsperrung ist am letzten März-Wochenende geplant, um die Arbeiten abzuschließen. Diese Informationen finden Sie auch in einem umfassenden Bericht der Tagesschau.
Geplante Sanierungsarbeiten im März 2026
Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke wird nicht nur dieses Wochenende gesperrt. Im März 2026 sind zwei weitere Vollsperrungen geplant, um die Instandsetzung der Brückenlager abzuschließen. Diese Sperrungen finden vom 13. bis 16. März sowie vom 27. bis 30. März statt. Auch hier wird der motorisierte Verkehr sowie die Rheinbahn betroffen sein. Während dieser Zeit wird der Überbau teilweise angehoben, und die Betonplatten im Bereich des Rad- und Gehweges auf der Fahrbahn in Richtung Neuss müssen ebenfalls eingehoben werden. Der Radweg auf dieser Seite bleibt bis Mitte April nicht nutzbar, während der Geh- und Radweg auf der Fahrbahn in Richtung Düsseldorf während der Sperrungen in beiden Richtungen zugänglich bleibt.
Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein ist für die umfassenden Sanierungsarbeiten verantwortlich, die seit 2024 im Gange sind. Die Sanierung der Fahrbahn in Richtung Düsseldorf begann im Sommer 2024 und wurde im Frühjahr 2025 abgeschlossen. Aktuell werden die Arbeiten an der Fahrtrichtung Neuss durchgeführt, die Erneuerung der Fahrbahn, Brückenabdichtung und weitere Sanierungsmaßnahmen umfassen. Für detaillierte Informationen zu diesen Arbeiten können Sie die Webseite von Straßen.NRW besuchen.
Hintergrund der Brückenmodernisierung in Deutschland
Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke ist Teil eines größeren Kontexts, der die Erhaltung und Modernisierung von Deutschlands Verkehrsinfrastruktur betrifft. Mit etwa 40.300 Brücken, die größtenteils zwischen 1960 und 1985 erbaut wurden, stehen viele Bauwerke vor Herausforderungen durch den Anstieg des Schwerverkehrs und das Alter. Um die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit vieler älterer Brücken zu verbessern, wurde ein Programm zur Brückenmodernisierung ins Leben gerufen. Dieses fokussiert sich auf die Modernisierung hochbelasteter Strecken der Bundesautobahnen und soll innerhalb einer Dekade ein durchgängiges Kernnetz von Strecken mit erforderlicher Tragfähigkeit schaffen.
Die Strategie umfasst rund 7.000 km und etwa 10.700 Brücken-Teilbauwerke und wird in Abstimmung mit den Straßenbauverwaltungen der Länder und der Autobahn GmbH des Bundes umgesetzt. Diese Maßnahmen sind nicht nur wichtig für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Vernetzung der Verkehrssysteme in Europa sowie die Abwicklung von Großraum- und Schwertransporten. Für weitere Informationen über die Brückenmodernisierung in Deutschland können Sie die Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur besuchen.