In der Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2025 war die Polizei im Kreis Wesel besonders gefordert. In der Zeit von 16 bis 6 Uhr kam es zu insgesamt 66 Einsätzen, wobei der Hauptgrund für das Eingreifen das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen war. Darüber hinaus gab es Berichte über zwei Sachbeschädigungen, darunter beschädigte Eingangstüren, sowie zwei Körperverletzungsdelikte. Glücklicherweise sind dabei keine herausragenden Verletzungen oder größeren Schäden zu verzeichnen, berichteten die Niederrhein Nachrichten.
Die Polizei sprach insgesamt 24 Platzverweise aus und nahm eine Person vorübergehend in Gewahrsam. Im Vergleich zum Vorjahr, als es 59 Einsätze mit Halloween-Bezug gab, zeigt sich ein deutlicher Anstieg der polizeilichen Aktivität, jedoch ohne gravierende Zwischenfälle zu melden.
Gespenstische Geschehnisse in Berlin
Während sich die Beamten im Kreis Wesel mit vielen kleineren Vorfällen herumschlagen mussten, erlebte Berlin ein ganz anderes Szenario. Die Halloween-Nacht geriet dort zu einem Ausnahmezustand, in dem bis zu 800 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich im Einsatz waren. Das Auslösen von Pyrotechnik führte in mehreren Stadtbezirken zu Ausschreitungen. Dabei wurden 132 Menschen vorübergehend festgenommen und 23 Verfahren eingeleitet, so berichten Tag24 und rbb24.
Von Wedding über Schöneberg bis Kreuzberg kam es zu Übergriffen auf die Einsatzkräfte, die vor allem von Gruppen bestehend aus Kindern und Jugendlichen mit Böllern und Feuerwerksraketen attackiert wurden. Darunter waren auch Fälle, in denen Müllcontainer in Brand gesetzt wurden und vorbeifahrende Autos bombardiert wurden. In Friedrichshain fanden sich rund 150 vermummte Personen zusammen, die Pyrotechnik entzündeten und sich bei Eintreffen der Polizei sofort zerstreuten.
Brennende Barrikaden und verletzte Einsatzkräfte
Die Situation eskalierte, als Einsatzkräfte Berichten zufolge auf brennende Barrikaden stießen. Zwei Beamte erlitten Verletzungen, als sie gegen die Randale vorgehen mussten. Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz wurden eingeleitet. Ein zwischenzeitlich kontrollierter Mann mit einer Axt leistete Widerstand und wurde mit Reizgas behandelt. Die Halloween-Nacht in Berlin war geprägt von chaosartigen Zuständen, die nicht nur die Polizei, sondern auch die Anwohner in den betroffenen Vierteln vor massive Herausforderungen stellte.
Insgesamt zeigt sich, dass Halloween auch in diesem Jahr für die Polizei ein intensiver Abend war – sowohl in Köln als auch in Berlin. Während die Sicherheitslage im Kreis Wesel insgesamt entspannt blieb, steht Berlin vor den Herausforderungen, die derartige Ausschreitungen immer wieder mit sich bringen.