Am 24. November 2025 fand in der historischen alten reformierten Kirche in Schermbeck eine spannende Veranstaltung statt, die sich ganz dem Unternehmertum von Frauen widmete. Unter dem Titel „Mut zur Gründung: Let’s talk future“ versammelten sich zahlreiche Gründerinnen aus der Region Niederrhein, um über ihre Herausforderungen und Strategien für Unternehmensgründungen zu diskutieren. Organisiert wurde dieses Event von der Fachstelle Frau und Beruf, dem Startercenter NRW.Niederrhein und Competentia NRW.
Ein zentrales Anliegen dieser Veranstaltung war es, den anhaltend geringen Anteil von Gründerinnen zu thematisieren, der trotz der Erfolge und soliden Umsätze vieler Frauen in der Wirtschaft besteht. Am Podium, unter Moderation von Franziska Hilfenhaus, nahmen unter anderem die Unternehmerinnen Katharina Klump vom Landhotel Voshövel und Jennifer Rotehüser von rotehüser PHYSIOTHERAPIE teil. Sie berichteten über ihre Erfahrungen in der Gründungsnachfolge, im Unternehmensmanagement und über die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wichtige Impulse und Vorträge
Die Veranstaltung bot zudem spannende Vorträge, darunter einen von Simone Plum von der NRW.Bank über die Förderangebote des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch Denise Brücker sprach über „Kommunikation als Hebel für unternehmerischen Erfolg“, was auf großes Interesse bei den Teilnehmerinnen stieß.
Die Idee hinter dem Event ist es, einen starken Austausch zwischen Unternehmerinnen im ländlichen Raum zu fördern. Viele Frauen, die sich selbstständig machen wollen, sind sich der Unterstützungsmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen oft nicht bewusst. Laut einer Erhebung des Landes gibt es über 70 Startercenter in NRW, die kostenlose Beratungen anbieten und ein breites Spektrum an Initiativen zur Unterstützung von Gründerinnen bereitstellen.
Ermutigung und Unterstützung für Gründerinnen
Trotz des bescheidenen Anteils von Frauen in der Gründerszene – 2021 waren nur 16 Prozent der 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland von Frauen geführt – zeigt der Trend, dass junge Frauen zunehmend mehr unternehmerische Ambitionen hegen. Der Anteil der Unternehmensgründungen durch Frauen ist im Jahr 2022 auf 42 Prozent gestiegen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat zudem die Initiative „FRAUEN unternehmen“ ins Leben gerufen, um Weiblichkeit im Unternehmertum weiter zu fördern und durch Vorbilder zu inspirieren.
Diese Initiative zielt darauf ab, das Potenzial weiblichen Unternehmertums in Deutschland voll auszuschöpfen. Über 250 erfolgreiche Unternehmerinnen unterstützen die Initiative, teilen ihre Erfahrungen und ermutigen andere Frauen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Veranstaltungen wie die in Schermbeck sind ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses, wo sich Frauen vernetzen und gegenseitig inspirieren können.
Für interessierte Gründerinnen besteht weiterhin die Möglichkeit, sich für den Thementag „Gründung“ am 25. November 2025 anzumelden. Hier können spezifische Themen vertieft und potentielle Ideen in einem unterstützenden Umfeld diskutiert werden. Die Notwendigkeit stabiler Finanzierung zur Sicherstellung des langfristigen Erfolgs von Unternehmen lacht, und solche Veranstaltungen sind entscheidend, um das Bewusstsein und Engagement für Frauen im Unternehmertum zu stärken.