Heute ist der 17.02.2026 und die Pendler in Nordrhein-Westfalen müssen sich auf erhebliche Veränderungen im Bahnverkehr einstellen. Die Deutsche Bahn hat die Strecke zwischen Köln und Wuppertal bis zum 10. Juli 2026 für eine umfassende Generalsanierung gesperrt. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Modernisierungsprogramms, das darauf abzielt, die Bahn-Infrastruktur in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten. Die Arbeiten begannen am 6. Februar 2026 um 21 Uhr und werden voraussichtlich fünf Monate andauern.

Die Sperrung betrifft mehrere Bahnlinien: Die S 7, RE 49, RE 7 und RB 48 werden während dieser Zeit nicht verkehren. Zudem gibt es von Mai bis Juni 2026 weitere Einschränkungen für die S 8, S 9, S 28 sowie die RE-Linien 4 und 13. Reisende sollten sich darauf einstellen, mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen und die aktuellen Verbindungen vor Fahrtantritt zu überprüfen. Der Fernverkehr, darunter die ICE-Linie 42 Hamburg – München und die IC-Linie Stuttgart – Dresden, wird über Düsseldorf, Essen und Dortmund umgeleitet.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Während der Sanierung werden über 80 Kilometer Gleis und 30 Kilometer Oberleitung erneuert, dazu kommen 28 Weichen. Ein weiteres wichtiges Element sind die neuen Schallschutzwände, die entlang der Strecke installiert werden – insgesamt vier Kilometer lang. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender von DB InfraGO, hebt hervor, dass auch zwölf Bahnhöfe, darunter Leverkusen-Manfort, Schwelm und der Wuppertaler Hauptbahnhof, modernisiert werden. Diese Arbeiten konzentrieren sich nicht nur auf die technische Erneuerung, sondern auch auf die Verbesserung der Barrierefreiheit und die optische Aufwertung der Bahnhöfe.

Die Herausforderungen sind groß: In den ersten zwölf Wochen werden rund 2.000 Bauarbeiter an der Strecke arbeiten, um die umfangreichen Arbeiten rechtzeitig abzuschließen. Reisende müssen sich zudem auf Schienenersatzverkehr mit Bussen einstellen, was die Fahrzeiten erheblich verlängern kann. Anstelle der regulären 59 Minuten müssen Reisende mit einer Fahrzeit von bis zu 1:45 Stunden rechnen.

Ein Teil eines größeren Plans

Die Generalsanierung der Strecke zwischen Köln und Hagen ist nicht das einzige Projekt, das die Deutsche Bahn derzeit verfolgt. Auch in Bayern wird eine ähnliche Maßnahme durchgeführt, bei der die Strecke zwischen Regensburg und Nürnberg bis zum 10. Juli 2026 komplett gesperrt ist. Insgesamt sind für 2026 mehrere Generalsanierungen in verschiedenen Korridoren geplant, die Teil eines umfangreichen Schienenmodernisierungsprogramms sind. Das gesamte Investitionsvolumen für diese Initiativen beläuft sich auf 107 Milliarden Euro.

Diese Maßnahmen sind notwendig, um das Schienennetz in Deutschland zu modernisieren und die Attraktivität des Bahnverkehrs zu steigern. Die letzte umfassende Sanierung der Strecke Flensburg-Hamburg ist für das Jahr 2036 geplant, was zeigt, wie langfristig diese Infrastrukturprojekte angelegt sind. Reisende in Nordrhein-Westfalen sollten sich auf die Änderungen einstellen und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um ihre Reisen bestmöglich zu planen.

Für weitere Informationen und aktuelle Updates zu den Bahnverbindungen können Sie die Details auf der Webseite der Deutschen Bahn sowie auf Tagesschau einsehen.