Am Samstag, dem 14. Februar 2026, ereignete sich in Wuppertal eine erschreckende Messerattacke, die während einer Karnevalsfeierlichkeit in einem Bus des Schienenersatzverkehrs stattfand. Der Vorfall geschah kurz nach 23 Uhr am Robert-Daum-Platz und entwickelte sich aus einem zunächst verbalen Streit zwischen zwei Karnevalsgruppen. Der Konflikt eskalierte schnell, als ein 19-jähriger, polizeibekannter Deutscher aus Wuppertal ein Messer zog und auf drei Männer im Alter von 19, 20 und 24 Jahren einstach. Diese erlitten dabei teils schwere Verletzungen.

Die Täterhandlung führte zu erheblichen Verletzungen der Opfer: Der 19-Jährige erlitt eine schwere Bauchverletzung, während der 20-Jährige Gesichtsverletzungen und der 24-Jährige Verletzungen an der Hand davontrugen. Der Busfahrer, der besonnen reagierte, stoppte den Bus und alarmierte sofort die Polizei sowie die Rettungskräfte. Trotz der panischen Situation gelang es dem Täter zunächst zu flüchten, jedoch konnte er schnell in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Das mutmaßliche Tatwerkzeug, ein Messer, wurde in einem Gebüsch sichergestellt, und die Polizei entdeckte Blutspuren im Bus.

Ermittlungen und rechtliche Folgen

Die Kriminalpolizei Wuppertal hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Es wird geprüft, ob die Anklage auf versuchten Mord ausgeweitet werden könnte, da der Verdächtige bereits polizeilich bekannt ist und in der Vergangenheit Aktenzeichen wegen anderer Gewaltdelikte in Wuppertal hatte. Der Zustand der Verletzten bleibt unklar, da alle drei in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden, um dort behandelt zu werden.

Die Stadtwerke Wuppertal unterstützen die Ermittlungen, und es wird darüber diskutiert, Sicherheitskonzepte bei öffentlichen Veranstaltungen zu überarbeiten, um zukünftige Vorfälle dieser Art zu verhindern. Der Vorfall wirft nicht nur Fragen zur Sicherheit während der Karnevalszeit auf, sondern spiegelt auch eine besorgniserregende Entwicklung wider, die im Kontext der aktuellen Kriminalstatistik betrachtet werden muss.

Kriminalstatistik und gesellschaftlicher Kontext

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, dass die Gewaltkriminalität in Deutschland im Jahr 2024 um 1,5 % auf 217.277 Fälle gestiegen ist, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen sowie der Anstieg der Gewaltkriminalität durch nichtdeutsche Tatverdächtige. Dazu gehören auch die neu erfassten Zahlen zu Messerangriffen, die im Jahr 2024 mit 29.014 Fällen erstmals dokumentiert wurden, wobei 54,3 % dieser Fälle als Gewaltkriminalität klassifiziert werden können. Dies zeigt, dass öffentliche Orte, wie etwa Busse, zunehmend zu Schauplätzen von Gewaltverbrechen werden.

Psychische Belastungen und wirtschaftliche Unsicherheiten gelten als Risikofaktoren, die insbesondere Kinder und Jugendliche betreffen können. Die PKS erfasst jedoch nur die Straftaten, die der Polizei bekannt werden, was bedeutet, dass Dunkelfeldstudien zur Kriminalität notwendig sind, um ein vollständiges Bild der Situation zu erhalten. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen ist es essenziell, dass sowohl die Gesellschaft als auch die Behörden über die Risiken und die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen informiert sind.

Für weitere Informationen zu diesem Vorfall und den laufenden Ermittlungen verweisen wir auf die Berichterstattung von Der Westen sowie Rathaus Nachrichten.