Heute ist der 17.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Geschehnisse, die sowohl den Sport als auch den Datenschutz betreffen. In den letzten Tagen haben die Olympischen Spiele 2024 in Paris viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, und die Vorbereitungen für dieses Mega-Event gehen in die finale Phase. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat kürzlich neue Regelungen veröffentlicht, die die Auswirkungen der Spiele auf die Privatsphäre der Teilnehmer und Zuschauer beleuchten.
Die UEFA EURO 2024 ist gerade abgeschlossen und nun liegt der Fokus auf den Olympischen Sommerspielen, die am 26.07.2024 beginnen. In diesem Rahmen wurde am 19.05.2023 das Gesetz Nr. 2023-380 (JOP 2024) erlassen, welches einen rechtlichen Rahmen für die Olympischen und Paralympischen Spiele schafft. Dieses Gesetz regelt spezifische Sicherheitsmaßnahmen und Mechanismen zum Schutz personenbezogener Daten. Sicherheitsbehörden dürfen bis zum 31.05.2025 KI-unterstützte Videoüberwachung einsetzen, um Gefahren und verdächtiges Verhalten zu erkennen.
Datenschutz und Überwachung
Die neuen Kontrollverfahren für Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen beinhalten Ausweis- und QR-Code-Kontrollen sowie Körperscanner, jedoch nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen. Dabei müssen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und das französische Gesetz Nr. 78-17 von 1978 beachtet werden. Die Öffentlichkeit muss zudem im Voraus über die algorithmische Verarbeitung von Bildern informiert werden, es sei denn, dies ist aus bestimmten Gründen nicht möglich.
Ein interessanter Aspekt ist der Einsatz von Online-Tracking-Technologien, die von Websites und Apps genutzt werden, um Informationen über das Nutzerverhalten zu sammeln. Diese Tracking-Methoden umfassen Cookies oder Pixel, die Nutzer identifizieren, nachdem sie eine Seite verlassen haben, sowie Geräte-Fingerprinting. Unternehmen verfolgen Online-Aktivitäten aus verschiedenen Gründen, beispielsweise um Nutzerpräferenzen zu speichern oder personalisierte Inhalte anzuzeigen. Der Einsatz solcher Technologien kann jedoch auch zu Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre führen, insbesondere während großer Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen.
Umgang mit Online-Tracking
Um den Einfluss von Online-Tracking zu minimieren, gibt es zahlreiche Empfehlungen. Nutzer können ihre Browsing-Historie und Cookies löschen, um gezielte Werbung zu vermeiden. Außerdem sollten die Datenschutzeinstellungen in Browsern angepasst werden, um die Sammlung von Informationen zu kontrollieren. Die Verwendung privater Browsing-Modi, die die Historie nach den Sitzungen löschen, kann ebenfalls hilfreich sein.
Die CNIL wird die Einhaltung der Datenschutzregeln während der Olympischen Spiele genau überwachen, insbesondere in Bezug auf die intelligenten Überwachungskameras und QR-Codes. Bei möglichen Verstößen gegen die Datenschutzvorschriften ist die CNIL befugt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung sicherzustellen. Auch die neuen Sicherheitsmaßnahmen zielen darauf ab, das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Privatsphäre zu wahren.
Für weitere Informationen über die Entscheidungen und Entwicklungen anlässlich der Olympischen Spiele aus deutscher Sicht, besuchen Sie die Webseite hier.
Zusätzlich finden Sie unter diesem Link wertvolle Hinweise zum Thema Online-Tracking und wie Sie Ihre Daten besser schützen können.
In einer Welt, in der Technologie und Datenschutz immer mehr miteinander verwoben sind, bleibt abzuwarten, wie die Olympischen Spiele in Paris sowohl sportlich als auch datenschutztechnisch verlaufen werden.