Heute ist der 21.02.2026. Die politische Lage in Bayern wird immer spannender, insbesondere mit den bevorstehenden Kommunalwahlen am 8. März. Politikwissenschaftlerin Ursula Münch hat eine Prognose zur AfD abgegeben, die aufhorchen lässt. Laut ihrer Einschätzung wird die AfD bei diesen Wahlen kein Rathaus oder Landratsamt erobern können. Obwohl die Umfragen eine Zustimmung von 20 Prozent für die Partei zeigen, glaubt Münch, dass die AfD in Stichwahlen nicht erfolgreich sein wird. Ein zentraler Punkt ihrer Analyse ist, dass die Wahlentscheidung stark durch die Ablehnung der bisherigen politischen Verantwortlichen geprägt wird. Viele unzufriedene Wähler neigen dazu, AfD-Politiker zu wählen, ohne sich jedoch intensiv mit den Personen auseinanderzusetzen.

Die AfD wird nicht flächendeckend antreten, hat jedoch Kandidaten in Städten wie München und Nürnberg für das Oberbürgermeisteramt sowie bei zahlreichen Landratswahlen aufgestellt. Münch weist darauf hin, dass, sollte kein Kandidat am Wahltag die absolute Mehrheit erreichen, zwei Wochen später eine Stichwahl zwischen den zwei bestplatzierten Kandidaten stattfinden wird. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass 80 Prozent der Wähler der AfD nicht zustimmen und viele dieser Wähler jede andere Partei außer einer extremistischen wählen würden. Dies könnte die Chancen der AfD weiter schmälern.

AfD-Wahlergebnisse und Trends in Bayern

<pTrotz der pessimistischeren Einschätzung gibt es interessante Entwicklungen. Bei der Bundestagswahl 2025 war die AfD die zweitstärkste Partei nach der CSU und erreichte in Bayern 17,4 Prozent – ein Zuwachs von neun Prozent im Vergleich zur vorherigen Wahl. Besonders in Ostbayern erzielte die Partei in einigen Landkreisen beachtliche Ergebnisse, darunter Straubing mit 26 Prozent und Schwandorf sowie Deggendorf mit jeweils 27 Prozent. Die AfD scheint in diesen Regionen von gut vernetzten Menschen vertreten zu werden, was auf eine tiefere Verankerung in den jeweiligen Wahlkreisen hinweist.

In München hingegen zeigt sich ein anderes Bild: Hier liegt die Zustimmung zur AfD mit 9 Prozent in den Stadtteilen München-Nord und -Ost sowie 8,8 Prozent in München-Süd deutlich niedriger. In diesen urbanen Gebieten dominieren andere Parteien, wie Die Grünen, die in München-Süd fast gleichauf mit der CSU liegen. Für die bevorstehenden Kommunalwahlen 2026 wird prognostiziert, dass die AfD möglicherweise einen Rekordwert von 19 Prozent erreichen könnte, was die Wählerverhältnisse weiter beeinflussen könnte.

Wahlstatistiken und gesellschaftliche Trends

Die Bedeutung von Wahlstatistiken kann nicht unterschätzt werden. Das Bayerische Landesamt für Statistik dokumentiert umfassend Wahlergebnisse und bietet detaillierte Auswertungen über Wahlverhalten und -beteiligung. Diese Statistiken zeigen, dass der Anteil der Frauen in der Politik zugenommen hat, aber dennoch hinter dem Anteil an der Gesamtbevölkerung zurückbleibt. Die allgemeinen Wahlstatistiken erfassen unter anderem die Anzahl der Wahlberechtigten, Wähler, Nichtwähler sowie gültige und ungültige Stimmen.

Mit den Kommunalwahlen vor der Tür wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Wahlentscheidungen der Bürger in Bayern entwickeln und inwiefern die AfD ihre aktuelle Wählerbasis festigen oder gar ausbauen kann. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein und könnten die politische Landschaft in Bayern nachhaltig verändern.