Anne Spiegel zur Sozialdezernentin gewählt: Umstrittene Wahl in Hannover!
Anne Spiegel wurde zur Sozialdezernentin der Region Hannover gewählt, trotz Protesten und Kontroversen um ihr Verhalten während der Ahrtal-Flut.

Anne Spiegel zur Sozialdezernentin gewählt: Umstrittene Wahl in Hannover!
Anne Spiegel, früher Bundesfamilienministerin und Umweltministerin in Rheinland-Pfalz, hat sich nun als neue Sozialdezernentin der Region Hannover positioniert. Am 12. November 2025 erhielt die Politika von Bündnis 90/Die Grünen in der Regionsversammlung 49 von 77 Stimmen, während 23 Abgeordnete gegen sie stimmten und sich fünf enthielten. Regionspräsident Krach von der SPD hatte sie vorgeschlagen, was eine spannende Wendung in ihrer politischen Karriere darstellt. Doch der Weg zu dieser Wahl war alles andere als geradlinig.
Vor ihrer Wahl äußerten zahlreiche Bürger Bedenken hinsichtlich Spiegels Eignung für das neue Amt. Der Grund liegt in ihrem Handeln während der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021, nach der 135 Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche Existenzen ruiniert wurden. Damals war Spiegel als Umweltministerin in Rheinland-Pfalz für die Krisenbewältigung zuständig, entschied sich jedoch, zehn Tage nach der Katastrophe in einen mehrwöchigen Familienurlaub nach Frankreich zu reisen. Erst später gestand sie ein, dass dies ein Fehler war und sprach von persönlicher Überlastung.
Proteste und Zweifel an der Eignung
Die Wahl zur Sozialdezernentin war von öffentlichen Protesten begleitet. Bei einer Demonstration gedachten etwa 50 Menschen der Flutopfer, indem sie 135 Kreuze und Grablichter aufstellten. Der Vorwurf, der Spiegel gemacht wurde? Eine Politikerin, die in der Krise versagt hat, sollte kein Amt übernehmen, das Fürsorge erfordert. Dies ist ein harter Vorwurf, den sich die Grünen entschieden zu Herzen nehmen müssen.
Spiegel selbst bezeichnete ihr Auftreten nach der Flutkatastrophe als „Debakel“ und hat sich für die Fehler entschuldigt. Sie hatte darüber hinaus während dieser kritischen Zeit ihrem Sprecher aufgetragen, den Fokus darauf zu legen, dass rechtzeitig gewarnt wurde, was im Nachhinein als wenig hilfreich eingeschätzt wird. Der Rücktritt als Bundesfamilienministerin im Jahr 2022 war das Resultat anhaltender Kritik an ihrer Amtsführung in dieser Krise.
Die kommende Amtszeit in der Region Hannover
Trotz dieser Widrigkeiten plant Spiegel, für ihre neue Position in die Region Hannover zu ziehen. Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre, und sie folgt auf Andrea Hanke, die im Mai 2026 in den Ruhestand geht. Vor ihrer Wahl war sie als Chief Operating Officer bei der Berliner Hilfsorganisation „Krisenchat“ tätig, wo sie sich mit der Bewältigung von Krisen und Notfällen auseinandersetzte. Rheinland-Pfalz plant zudem, das Bewusstsein für Notfälle wie heftige Stürme und Stromausfälle zu schärfen, was zeigt, dass die Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden müssen.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Anne Spiegel in der Region Hannover schlagen wird. Der Druck, sich an den hohen Erwartungen der Öffentlichkeit zu messen, könnte für sie eine enorme Herausforderung darstellen. Ob sie die Kritiker besänftigen kann und sich als fähige Sozialdezernentin beweist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Für weitere Informationen zu den Details rund um die Wahl und die Hintergründe lesen Sie die Berichterstattung von Deutschlandfunk sowie die Analyse von ZDF.