In den letzten Wochen hat sich die Situation in Venezuela dramatisch zugespitzt. Nicolás Maduro, der Präsident des Landes, hat seine Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. Wie Bild berichtet, gilt die Atmosphäre in seinem Inner Circle als angespannt und besorgt. Maduro wechselt regelmäßig seinen Wohnsitz und seine Mobiltelefone, um mögliche US-Übergriffe zu vermeiden und hat zur Verstärkung seines Personenschutzes vor allem kubanische Leibwächter angeheuert.

Die Trump-Regierung erhöht den Druck auf Venezuela in einem beispiellosen Ausmaß. So wurde ein Kopfgeld von 50 Millionen US-Dollar für Informationen, die zu Maduros Festnahme führen, ausgesetzt. BBC hebt hervor, dass während eines Telefonats am 21. November Trump Maduro ein Ultimatum stellte, das Land zu verlassen. Ein Ultimatum, das Maduro natürlich zurückwies und stattdessen anbot, seine politische Macht aufzugeben, jedoch die Kontrolle über das Militär zu behalten. Er forderte hingegen volle Amnestie für seine mutmaßlichen Verbrechen.

USA positionieren sich militärisch

Die militärische Präsenz der USA in der Karibik hat in den letzten Wochen stark zugenommen. Laut Tagesschau sind derzeit rund 15.000 US-Soldaten im Einsatz, und 25% der einsatzfähigen US-Kriegsschiffe sind vor den Küsten Venezuelas stationiert. Diese Maßnahmen sind Teil des umfassenden Plans der USA, die als „narkoterroristisch“ bezeichnete Regierung von Maduro zu destabilisieren. Trump kündigte speziell auch Angriffe am Boden an, um die Kontrolle der Drogenkartelle zu brechen.

Doch Maduro lässt sich nicht einfach einschüchtern. Er hat seinerseits vor den Massen in Caracas seine Entschlossenheit demonstriert und betont, dass die letzten Wochen für ihn eine Zeit der „Aggression“ und des „psychologischen Terrors“ waren. Trotz der US-Drohungen glaubt Maduro, die Kontrolle über Venezuela behalten zu können.

Weltweite Reaktionen und mögliche Auswege

Mittlerweile gibt es in der internationalen Gemeinschaft unterschiedliche Meinungen zu Maduros Zukunft. Es wird spekuliert, dass er ins Exil gehen könnte, unter anderem nach Russland oder Katar. Ein US-Senator hat Russland als mögliche Option ins Spiel gebracht, während andere Stimmen Katar erwähnten. Ein Insider aus dem Umfeld der US-Regierung widersprach jedoch der Annahme, dass Maduro nach Katar fliehen werde.

Zusätzlich hat Maduro einen Brief an die OPEC geschrieben und um Unterstützung gegen die US-Intervention gebeten, da diese die Stabilität der venezolanischen Ölproduktion gefährde. Ihm zufolge würde dies auch negative Auswirkungen auf den Weltmarkt haben.

Die nach wie vor angespannte Lage in Venezuela zeigt, dass der Konflikt um Macht und Einfluss in der Region noch lange nicht überwunden ist. In den kommenden Wochen bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob diplomatische Gespräche zwischen den USA und Venezuela in Aussicht stehen.