Nach ihrem siebenjährigen Engagement als Sprecherin der Grünen Jugend hat Jette Nietzard einen neuen Job im Bundestag angenommen. Am 1. Dezember 2025 begann sie ihre Tätigkeit im Büro der Grünen-Abgeordneten Lena Gumnior. Obwohl die Details zu ihrer genauen Aufgabe im Dunkeln bleiben, verweist Gumnior auf arbeitsrechtliche Gründe und den Schutz ihres Teams, weshalb keine weiteren Informationen veröffentlicht werden. Dies berichtet Bild.
In einem Interview mit der „Zeit“ äußerte Nietzard, dass sie nach ihrem Weggang von der Grünen Jugend beruflich neue Wege einschlagen möchte. Sie überlegt, ob sie in die Politik zurückkehrt oder ihren früheren Beruf als Sozialarbeiterin wieder aufnimmt. Dabei bemerkte sie humorvoll, dass sie Geld verdienen müsse und witzelte über die Vorstellung eines „Sugardaddy“. Dies zeigt, dass sie trotz der aktuellen Herausforderung ihren Humor bewahrt hat, so berichtet T-Online.
Ein umstrittener Abschied
Nicht zuletzt hat Nietzard auch mit ihrer erlebten Kritik an der Partei zu kämpfen. Sie bezog sich auf einen Vorfall, der durch einen Streit über einen Pullover mit dem Slogan „All Cops Are Bastards“ ausgelöst wurde, und warf der Grünen-Führung mangelnde Rückendeckung vor. In ihrem Interview machte sie deutlich, dass sie das Gefühl habe, für viele Medien und ihre eigene Partei „verbrannt“ zu sein. Ihr polizeikritisches Engagement, das sie als ein „Polizeiproblem“ in Deutschland beschreibt, hat weitere Spannungen verursacht. Dies führt dazu, dass prominente Mitglieder wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sich von ihr distanziert haben und ihr rechtliche Alternativen nahelegten.
Die neue Rolle im Bundestag ist für Nietzard also ein Schritt in eine ungewisse Zukunft, in der sie sich noch immer mit den Schatten ihrer politischen Vergangenheit auseinandersetzen muss. Lena Gumnior, als Mitglied im Rechtsausschuss und als stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, hat sich bisher nicht dazu geäußert, wie sie zu Nietzards Ansichten steht.
Ein neuer Anfang?
Ob Jette Nietzard nach ihrer Anstellung im Büro der Grünen-Abgeordneten einen Neuanfang wagt oder sich auf ihren alten Beruf besinnt, bleibt abzuwarten. Was feststeht, ist ihr Wunsch nach Veränderung und die Herausforderung, sich in der politischen Landschaft Deutschlands neu zu positionieren. Die Türe zu ihrer ehemaligen Funktion als Sozialarbeiterin könnte ihr dabei die nötige Stabilität bieten, die sie derzeit sucht. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie ihr Karriereweg weitergeht und welche Entscheidungen sie treffen wird.