In der malerischen Region Ahrweiler wurde spezielle Aufmerksamkeit dem Heimatjahrbuch gewidmet, das nun sein 100-jähriges Bestehen feiert. Das Buch, das 1926 als „Heimatkalender Kreis Ahrweiler“ ins Leben gerufen wurde, hat sich über die Jahrzehnte zu einer sehr beliebten Publikation entwickelt. Der diesjährige 83. Jahrgang ist eine farbenfrohe Anthologie, die sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart der Region beleuchtet. Wie blick-aktuell.de berichtet, ist das Heimatjahrbuch für seine zahlreichen Fotos und Abbildungen bekannt, die dem Leser die Vielfalt der Region schmackhaft machen.
Die Diskrepanz zwischen Jahrgang und Jubiläum ist unter anderem auf Veröffentlichungspausen während der Kriegs- und Nachkriegszeit sowie in den 1920er und 1930er Jahren zurückzuführen. Ein großes Team von 88 Autorinnen hat sich mit insgesamt 83 Beiträgen an dem aktuellen Jahrgang beteiligt. Die Themen sind breit gefächert und reichen von Kultur über Historie bis hin zu Natur, Volkskunde und sogar Archäologie.
Vielfalt der Themen und engagierte Autoren
Insgesamt 296 Seiten umfasst das neue Heimatjahrbuch, das im hochwertigen Hardcover erschienen ist und in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erhältlich ist. Der Verkaufspreis liegt bei 9,80 Euro, und das Buch ist sowohl im lokalen Buchhandel als auch in anderen Verkaufsstellen zu finden. An prominentester Stelle wird das aktuelle Titelbild von einem eindrucksvollen Foto des Kreis-Chorverbands und einem Bild des Schulchöre-Singens 2024 geziert. Außerdem sind auf dem Cover visuelle Highlights der Rettungshundestaffel Ahrtal und besondere Verschlüsselungsmaschinen im Regierungsbunker abgebildet, was die neugierigen Leser anlockt.
Besonders hervorzuheben sind die Beiträge von Leonhard Janta, der die beeindruckenden 100 Jahre des Heimatjahrbuchs beleuchtet, und Barbara Schmitz zusammen mit Simon Kläs, die über die 30-jährige ehrenamtliche Jugendarbeit des Jugendtreffs Mayschoß berichten. Weitere spannende Themen umfassen archäologische Funde in Bad Breisig sowie interessante Geschichten über Mühlen im Einzugsbereich des Adenauer Bachs, die von Winfried Sander und Manfred Korden aufbereitet wurden. Josef Pitzen entführt die Leser in die 1940er Jahre mit seiner Erzählung einer Kaffee-Schmuggel-Tour nach Belgien.
Eine starke Gemeinschaft
Bei der Präsentation des Jahrbuchs bedankte sich Landrätin Cornelia Weigand herzlich bei den Autorinnen und Autoren für ihr bemerkenswertes Engagement. „Diese Publikation ist nicht nur ein Blick zurück auf die Geschichte, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Identität unseres Kreises“, so Weigand. Erwähnt werden sollte auch, dass Oberwinter mit gleich vier Beiträgen in dieser Ausgabe stark vertreten ist.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung von Neuerscheinungen zum Thema Kreis Ahrweiler durch Dr. Jürgen Haffke, der spannende Einblicke in neue Literatur gegeben hat. Das Heimatjahrbuch bleibt damit nicht nur ein wichtiges Dokument für die Vergangenheit, sondern stärkt auch den Zusammenhalt und das kulturelle Bewusstsein der Region. Für alle Interessierten bleibt der Zugang zu allen Jahrgängen seit 1953 über die Internetseite der Kreisverwaltung jederzeit verfügbar.