Heute ist der 7.02.2026 und der Westerwald sorgt für Aufregung in der Region. In diesem Jahr wurde ein neues Wolfsrudel entdeckt, das die Gesamtzahl der Wolfsrudel in Rheinland-Pfalz auf fünf erhöht. Die Herkunft dieser Wölfe bleibt unklar, doch Experten von KLUWO vermuten, dass ein Wolfspaar aus Greifenstein, das im letzten Jahr Nachwuchs hatte, nach Rheinland-Pfalz gezogen ist. Um diese Theorie zu bestätigen, sind genetische Proben der Wölfe notwendig. In den letzten Wochen gab es jedoch besorgniserregende Vorfälle im Oberen Westerwald, bei denen mehrere Weidetiere getötet wurden. Ein besonders dramatischer Vorfall ereignete sich Ende des Jahres, als in Liebenscheid 18 Schafe gerissen wurden, während weitere drei Schafe verletzt und drei andere verschwunden sind. DNA-Testergebnisse belegen, dass die Fähe des Greifensteiner Paares für diese Schafstötungen verantwortlich ist.

Zusätzlich gab es Mitte Dezember in Bad Marienberg zwei weitere Vorfälle, bei denen vier Schafe und fünf Damhirsche getötet sowie elf Schafe verletzt wurden. Diese Ereignisse haben die Bevölkerung alarmiert und eine Protestaktion gegen das Wolfsmanagement wurde von der Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald organisiert. Diese Initiative kritisiert die unzureichende Reaktion der Politik auf die Wolfsrisse und fordert Abschüsse. An der Protestaktion nahmen regionale Politiker und Verbände aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen teil, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht und die Sorgen der Bevölkerung widerspiegelt. Mehr Informationen dazu gibt es in einem Artikel von SWR Aktuell.

Wölfe in der Pfalz

In der Pfalz sind Wölfe ebenfalls ein Thema, das nicht ignoriert werden kann. In den letzten fünf Jahren wurden mindestens 22 Sichtungen dokumentiert, vornehmlich in der Südpfalz. Die Nachweise erfolgten durch DNA-Spuren an gerissenen Tieren und durch Aufnahmen von Wildtierkameras. Wölfe meiden in der Regel den Kontakt zu Menschen, was ihre Sichtungen zu einer spannenden, aber auch besorgniserregenden Angelegenheit macht. Besonders im Juni und Juli 2025 wurden in der Südpfalz acht Sichtungen durch Fotofallen bestätigt, unter anderem im Wald bei Bellheim und im Lustadter Wald im Kreis Germersheim. In der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich (Kreis Südliche Weinstraße) wurde ein Wolf im Juli sogar viermal nachgewiesen, was die Aufmerksamkeit auf diese Region lenkt.

Die Situation hat sich auch auf die Viehzucht ausgewirkt, wie ein Vorfall im April 2025 zeigt, als zwei tote Schafe in Brücken (Kreis Kusel) gefunden wurden, die auf einen Wolf hinweisen. Zudem wurden im Landkreis Birkenfeld 13 Damwild von einem Wolf gerissen. Wölfe stellen in der Regel keine Gefahr für Menschen dar, und bei einer Begegnung wird empfohlen, laut zu reden oder zu klatschen und sich langsam zurückzuziehen. In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit jedoch kein ausgewiesenes Wolfsterritorium, was die Thematik zusätzlich kompliziert. Weitere Details und Meldungen zu den Wölfen in der Pfalz findet man in einem Artikel von Rheinpfalz.

Ein Blick in die Zukunft

Die Frage, wie sich die Wölfe in Rheinland-Pfalz und der Pfalz weiter entwickeln werden, bleibt spannend. Wölfe können bis zu 80 Kilometer am Tag zurücklegen, was die Identifizierung einzelner Tiere erschwert und die Dynamik ihrer Population beeinflusst. In Deutschland leben schätzungsweise 1600 bis 2000 Wölfe, was die Herausforderung für das Wolfsmanagement und die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht. Eine mögliche Erklärung für das Fehlen eines Rudels im Pfälzerwald könnte die Luchspopulation sein, die Wölfe abschrecken könnte. Diese Überlegungen sind wichtig, um das Zusammenleben von Mensch und Wolf in Zukunft zu gestalten und zu optimieren.