In der Verbandsgemeinde Eich ist es wieder Zeit, ehrenamtliches Engagement zu feiern! Das Bürgerbus-Team wurde kürzlich als „Ehrenamt des Monats Januar“ ausgezeichnet, was die wertvolle Nachbarschaftshilfe in der Region ins Rampenlicht rückt. In einer feierlichen Zeremonie im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung überreichte Landrat Heiko Sippel Urkunden, Ehrenamtsanstecknadeln und eine Spende an die 25 engagierten Ehrenamtlichen, die regelmäßig für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Einsatz sind.

Der Bürgerbus bietet insbesondere Unterstützung für ältere und mobil eingeschränkte Menschen im ländlichen Raum. Das Rezept für den Erfolg? Ein einfaches, aber entscheidendes Angebot: Fahrten zu Arztterminen, Einkäufen und Friseurbesuchen. Die Ehrenamtlichen holen ihre Fahrgäste direkt an der Haustür ab und begleiten sie sicher ans Ziel – und natürlich auch wieder zurück. Diese menschliche Note ist es, die den Service so besonders macht, denn neben dem Transport gibt es auch Zuwendung und ein offenes Ohr während der Fahrt.

Das Ehrenamt stärken

Die regelmäßige Teilnahme an Schulungen, sei es in Form von Fahrsicherheitstrainings oder Einweisungen im Umgang mit Defibrillatoren, zeigt, dass die Helfer ein gutes Händchen haben, wenn es darum geht, auf die Bedürfnisse ihrer Fahrgäste einzugehen. Einmal im Jahr kommt das Team zu einem gemeinsamen Treffen zusammen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Zusammenarbeit zu fördern. Besonders beeindruckend ist, dass einige Gründungsmitglieder bis heute aktiv sind. Der Bürgerbus „Altrhein-Express“ wird im nächsten Jahr bereits sein zehnjähriges Bestehen feiern – ein Zeichen für den nachhaltigen Erfolg des Projekts!

Doch was wäre das alles ohne den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen? Dieser ist der Schlüssel zum Fortbestand des Angebots. Der Verbandsgemeinderat unterstützt das Projekt dauerhaft und stellt beispielsweise ein Büro für den Telefondienst zur Verfügung. Der Bürgerbus ist dienstags und donnerstags unterwegs und kostet die Fahrgäste keinen Cent. Interessierte, die sich ebenfalls engagieren möchten, können sich an den Seniorenbeauftragten Werner Krebs wenden.

Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

Parallel zu solchen Initiativen wird auch auf höherer Ebene an der Verbesserung der ländlichen Mobilität gearbeitet. Das Bundesministerium für Verkehr hat im Rahmen eines Forschungsprojekts das Thema nachhaltige Mobilität intensiv untersucht. Der daraus resultierende Handlungsleitfaden mit dem Titel „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“ bietet Kommunen eine wertvolle Unterstützung. [BMV] berichtet, dass dieser Leitfaden Praxisbeispiele aus verschiedenen Regionen Deutschlands umfasst, darunter Bürgerbusse, Bedarfsverkehre und Sharing-Modelle.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hebt hervor, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Stadt und Land in der Verkehrspolitik zu berücksichtigen. In ländlichen Regionen ist das Auto oft das Haupttransportmittel, aber innovative Mobilitätslösungen wie Park+Ride (P+R) und Bike+Ride (B+R) eröffnen neue Möglichkeiten.

Der Leitfaden fördert nicht nur neue Mobilitätsangebote, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Die Idee ist klar: Projektumsetzung, Finanzierung und eine enge Kooperation sollen dazu beitragen, die Mobilität in ländlichen Gegenden nachhaltig zu gestalten. Der Handlungsleitfaden ist eine hervorragende Ergänzung zu den lokalen Initiativen und zeigt, dass es nicht nur um die Technologie, sondern vor allem auch um die Menschen geht.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass in der Verbandsgemeinde Eich sowohl auf lokaler als auch auf politischer Ebene aktiv an der Verbesserung der Mobilität gearbeitet wird. Das Bürgerbus-Team ist nicht nur ein Vorzeigeprojekt der gelebten Nachbarschaftshilfe, sondern auch ein wichtiges Element im größeren Zusammenhang nachhaltiger Mobilität im ländlichen Raum.

Alzeyer Zeitung,
BMV,
Mobilitätsforum