In der Region Alzey-Worms tut sich einiges, denn der Aufruf zur LEADER-Förderung ist gestartet und bis zum 29. Januar 2026 haben Interessierte noch die Chance, sich zu bewerben. Insgesamt stehen eine Million Euro für innovative Projekte zur Verfügung, die das gesellschaftliche Miteinander stärken, den Umweltschutz fördern oder den Tourismus und das Weinerlebnis weiterentwickeln wollen. So berichtet die Alzeyer Zeitung.
Die Voraussetzungen sind klar: Die Projekte müssen im LEADER-Gebiet umgesetzt werden und zu den Entwicklungsstrategien der Region passen. Wichtig ist zudem, dass die Vorhaben noch nicht begonnen wurden. Private Antragsteller können mit 30 bis 40 Prozent der förderfähigen Nettoausgaben rechnen, während gemeinnützige Projektträger bis zu 75 Prozent der Bruttogesamtausgaben erhalten können. Öffentliche Projektträger dürfen sich sogar über eine Förderung von bis zu 70 Prozent freuen.
Wer kann sich bewerben?
Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Verbände und Kommunen. Rund um diese Fördermöglichkeiten steht das Regionalmanagement der LAG Rheinhessen als erste Anlaufstelle bereit. Es unterstützt Projektinteressierte von der Idee bis zur Umsetzung und hilft dabei, einen klaren Mehrwert für die Region zu entwickeln. Projekte sollen nicht nur finanziert werden, sondern auch zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung des Zusammenlebens beitragen. Die Sweco GmbH hebt hervor, dass der LEADER-Ansatz darauf abzielt, lokale Bedürfnisse und Potenziale zu identifizieren.
Gesucht werden beispielsweise umwelt- und klimaschonende Projekte, aber auch soziale Initiativen und Angebote aus den Bereichen Kultur und Tourismus. Gute Ideen könnten zum Beispiel Bildungsprogramme zur Vermittlung regionaler Ernährung oder die Schaffung moderner Dorf- und Begegnungsplätze sein.
Projekte mit Perspektive
Die LEADER-Förderung ist eine bewährte Methode zur Entwicklung von Gemeinden in ländlichen und städtischen Räumen. Der Begriff selbst steht für „Liaison Entre Actions pour le Développement de l‘Economie Rurale“, was die enge Zusammenarbeit der lokalen Bevölkerung fördert. Dies wird auch im aktuellen Förderprogramm der Europäischen Union deutlich. Wie die EU-Kommunal Kompass darstellt, wird der LEADER-Ansatz auch in den kommenden Jahren fortgeführt und trägt so zur nachhaltigen Entwicklung bestehender Strukturen bei.
Die Frist zur Einreichung von Projektideen endet am 29. Januar 2026. Die Entscheidung über die eingegangenen Anträge erfolgt im März durch den Vorstand der LAG, wobei die Bewertungen anhand festgelegter Auswahlkriterien stattfinden. Wer bereits eine Projektidee hat, sollte nicht zögern: Der Projektsteckbrief kann direkt bei der Geschäftsstelle der LAG eingereicht werden. Informationen dazu und zur Beratung gibt es unter www.lag-rheinhessen.de oder telefonisch unter 06731/408-1023.