Am 25. November wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Auch in Alzey-Worms setzt man ein sichtbares Zeichen gegen dieses drängende gesellschaftliche Problem. Die Kreisverwaltung hisst am Hauptgebäude die Fahne mit dem Aufdruck „Nein zu Gewalt an Frauen“, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. In den letzten Jahren sind die Statistiken zu häuslicher Gewalt und femiziden Tötungsdelikten alarmierend gestiegen. Laut kreis-alzey-worms.de wurden 2024 in Deutschland 308 Frauen im Kontext von Partnerschaftsgewalt getötet, was einen erschreckenden Einblick in die Lebensrealität vieler Frauen bietet.
Im Bereich der häuslichen Gewalt zeigt sich ebenfalls ein beunruhigender Anstieg. Fast 190.000 weibliche Opfer wurden in 2024 registriert, ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Bereich der Sexualstraftaten stellt sich die Lage düster dar. Mit 53.451 betroffenen Frauen gab es hier eine Zunahme von 2,1 Prozent gegenüber 2023 tagesschau.de. Diese Zahlen verdeutlichen nicht nur das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen, sondern auch die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen und Beratungsangeboten.
Fachtag gegen häusliche Gewalt
Um diesem Problem aktiv zu begegnen, organisiert der Runde Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen einen Fachtag am 27. November im Bürgerhaus Eppelsheim. Experten wie Frau Dr. Besier und Herr Eugen Birnbaum werden referieren und wichtige Fragestellungen erörtern. Dabei stehen die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Umgangskontakte sowie die Situation betroffener Frauen und Kinder im Fokus kreis-alzey-worms.de. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unter frauenbuero(at)alzey-worms.de möglich.
Die Zahlen von 2024 sind alarmierend: Mehr als 266.000 Opfer häuslicher Gewalt wurden registriert, darunter etwa 171.000 in Partnerschaften. Diese umfassen nicht nur körperliche, sondern auch psychische und sexuelle Übergriffe. Beeindruckende 85 Prozent der abgeschlossenen Tötungen in Partnerschaften betrafen Frauen. Durchschnittlich alle 15 Minuten ist eine Frau in Deutschland Opfer von partnerschaftlicher Gewalt tagesschau.de.
Zukünftige Maßnahmen und Herausforderungen
Die Bundesregierung hat angesichts dieser erschreckenden Zahlen bereits erste Schritte eingeleitet. Elektronische Fußfesseln für Täter und ein Ausstieg aus der anonymen Behandlung von Vorfällen sind nur zwei der diskutierten Maßnahmen. Ein Verbot von K.O.-Tropfen und der Ausbau von Frauenhäusern stehen ebenfalls auf der Agenda. Diese Einrichtungen sind laut Berichten des BKA überlastet: Wir sprechen hier von einem Mangel von über 12.000 Frauenhausplätzen bundesweit, die dringend benötigt werden statista.com.
Trotz dieser besorgniserregenden Situation gibt es Lichtblicke: Hilfsangebote wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ stehen rund um die Uhr in 19 Sprachen zur Verfügung. Allein im Jahr 2023 gab es über 86.700 Kontaktaufnahmen, was zeigt, dass Frauen trotz der Herausforderungen bereit sind, Hilfe zu suchen statista.com.
Um die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema weiter zu erhöhen, braucht es nicht nur Engagement von politischen Akteuren, sondern auch eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung. Jedes Zeichen gegen Gewalt ist wichtig.