Der Landkreis Alzey-Worms hat sich in einem spannenden Wettbewerb durchgesetzt und wurde als Gewinner im Wettbewerb „Kommunales Mobilitätsmanagement 2026“ ausgezeichnet. Diese Ehrung bedeutet nicht nur einen von 13 Lehrgangsplätzen in Rheinland-Pfalz, sondern unterstreicht auch die strategische Ausrichtung des Kreises auf eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Kreisbeigeordnete Stephanie Jung hebt hervor, dass diese Anerkennung ein Zeichen für das Bekenntnis des Landkreises zu nachhaltiger Mobilität ist. Die Juryentscheidung beruht auf einer überzeugenden Motivation, hohem Engagement und klar definierten strategischen Zielen.
Das Ziel des Landkreises ist es, Mobilität ganzheitlich zu denken und langfristig im Landkreis zu verankern. Der Landkreis Alzey-Worms sieht sich in einer strategisch wichtigen geografischen Lage zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Diese Position bringt sowohl Vorteile als auch Herausforderungen im Bereich Verkehr und Infrastruktur mit sich. Der Kreis hat bereits aktiv an den Anforderungen moderner Mobilität gearbeitet und sieht das kommunale Mobilitätsmanagement als strategisches Instrument zur Weiterentwicklung bestehender Ansätze.
Nutzung des Mobilitätsmanagements
Landrat Heiko Sippel betont die fundamentale Bedeutung von Mobilität für die Lebensqualität, die wirtschaftliche Stärke und den Klimaschutz der Region. Die Teilnahme am Qualifizierungslehrgang soll ein starkes Signal für innovative Konzepte und moderne Infrastruktur setzen. Die Ehrung wird als sowohl Anerkennung als auch Verpflichtung betrachtet, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.
Das kommunale Mobilitätsmanagement verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung, die sowohl den Menschen als auch der Umwelt und der Stadt zugutekommt. Es fördert die Zusammenarbeit aller Fachbereiche im Verkehr und in der Mobilität. Dabei werden die aktuellen Verwaltungsabläufe analysiert, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Mobilitätsmanagerinnen fungieren als zentrale Schnittstelle für die Koordination und Umsetzung von Maßnahmen und stehen den Kommunen als feste Ansprechpersonen zur Verfügung. Ein regelmäßiger Austausch dieser Managerinnen ist wichtig, um die regionale Vernetzung zu stärken.
Strategische Ausrichtung und Herausforderungen
Die Einbindung der Führungsebene, etwa durch Gespräche mit Bürgermeisterinnen und Amtsleiter*innen, ist ein weiterer wichtiger Aspekt des kommunalen Mobilitätsmanagements. Der Austausch wird durch vertrauliche Treffen auf Kreisebene und regelmäßige Jahrestreffen der Koordinierungsstellen unterstützt. Workshops, Beratungen und praktische Hilfen zur Umsetzung bieten Kommunen Unterstützung, um Mobilitätsmanagement erfolgreich umzusetzen.
Die Notwendigkeit eines professionellen Mobilitätsmanagements wird auch durch die steigenden Anforderungen an die Verkehrsplanung unterstrichen. Kommunen sind zentrale Akteure in der Umsetzung von Mobilitätsmaßnahmen. Betriebliches Mobilitätsmanagement gewinnt an Bedeutung, insbesondere durch Fördermaßnahmen auf verschiedenen Ebenen. Handlungsfelder umfassen die Mobilität der Beschäftigten, Flottenmanagement und die Einbeziehung von Gäste- und Kundenverkehren.
Nachhaltigkeit im Fokus
Um erfolgreiches Mobilitätsmanagement umzusetzen, sind leistungsfähige Infrastruktureinrichtungen wie Fuß- und Radverkehrsnetze sowie ein effektiver ÖPNV erforderlich. Dies ist besonders wichtig, um umweltbelastende Verkehre zu reduzieren und die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Laut dem Statistischen Bundesamt nutzen 68% der Erwerbstätigen den Pkw für den Arbeitsweg, wobei rund 40% auch für Kurzstrecken unter 5 km auf das Auto zurückgreifen. Systematisches Mobilitätsmanagement kann dazu beitragen, Verkehrsverlagerungen zu fördern und die Verkehrsgestaltung effizienter zu gestalten.
Insgesamt zeigt die Auszeichnung des Landkreises Alzey-Worms, wie wichtig es ist, innovative Ansätze zur Mobilitätsentwicklung zu verfolgen. Die Region ist auf einem guten Weg, eine nachhaltige Mobilität zu etablieren, die sowohl den Menschen als auch der Umwelt zugutekommt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Alzeyer Zeitung, dem Zukunftsnetz Mobilität sowie auf der Website des Umweltbundesamtes.