In Bad Dürkheim ging es am vergangenen Freitag, dem 21. November 2025, ordentlich zur Sache. Die Polizei richtete mehrere Verkehrskontrollstellen ein, um die Geschwindigkeit auf den Straßen zu überwachen und die Sicherheit im Verkehr zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Wurstmarktplatz „In den Bohngärten“ in Freinsheim, wo die Beamten erfreulicherweise keine Geschwindigkeitsüberschreitungen feststellten. Doch anders sah es in Wachenheim aus: An der Friedelsheimer Straße mussten zwischen 10:30 Uhr und 11:15 Uhr gleich sieben Geschwindigkeitsverstöße geahndet werden, darunter eine Höchstgeschwindigkeit von 47 km/h bei erlaubten 30 km/h.

Die Kontrollen am Wurstmarktkreisverkehr ergaben zudem vier Verstöße wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte. Auch das verbotene Nutzen von Mobiltelefonen während der Fahrt wurde geahndet. Besonders bedenklich ist, dass auf der Seebacher Straße in Bad Dürkheim insgesamt 18 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt wurden, wobei ein Fahrer mit 51 km/h bei maximal 30 km/h ins Netz ging. Dieses Verhalten steht in einem klaren Widerspruch zu den Bemühungen um mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

E-Scooter im Visier der Polizei

Ein weiterer kritischer Punkt der Kontrollen war die Überwachung der E-Scooter-Fahrer. Hier wurde ein Fahrer angehalten, der während der Fahrt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er räumte den regelmäßigen Konsum ein, was zu einem Ordnungswidrigkeitenverfahren führte. Solche Vorfälle stehen nicht alleine, denn die Zahl der Unfälle mit E-Scootern hat in Deutschland alarmierende Ausmaße angenommen. Im Jahr 2024 deckte die Polizei nahezu 12.000 Unfälle mit E-Scootern auf, dies sind 27 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Bundesregierung berichtet.

Die Unfallstatistik für E-Scooter zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Im Jahr 2024 starben 27 Menschen bei einem E-Scooter-Unfall, alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Rund 1.500 Personen erlitten schwere und etwa 11.400 leichte Verletzungen. Besonders erschreckend ist, dass fast 50 Prozent der betroffenen Fahrer unter 25 Jahre alt waren und dass über 50 Prozent der Unfälle dabei auf Zusammenstöße mit anderen Verkehrsteilnehmern zurückzuführen sind, meist mit Autos. Die Tagesschau hebt hervor, dass die häufigste Unfallursache in der falschen Benutzung von Fahrbahnen und Gehwegen liegt.

Neue Regeln auf dem Weg

Wie die Bundesregierung weiter mitteilt, sollen neue, strengere Regeln für E-Scooter bis Ende des Jahres beschlossen werden. Ab 2027 müssen alle neu zugelassenen E-Scooter mit Blinkern ausgestattet sein und es werden höhere Sicherheitsanforderungen an die Batterien gestellt. Diese neuesten Entwicklungen zielen darauf ab, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und die Unfallzahlen deutlich zu senken. Die Ausnahmeregelung für E-Scooter gilt so lange, bis die Übergangsfristen bis 2027 abgelaufen sind.

Die harte Hand der Polizei in Bad Dürkheim und die geplanten Gesetzesänderungen zeigen: Es liegt viel an der Sicherheit im Straßenverkehr. Jeder sollte seinen Beitrag leisten, um Unfälle zu vermeiden und die Straßen für alle sicherer zu machen.