In der kleinen Gemeinde Leistadt bei Bad Dürkheim kam es am Donnerstag zu einem unerfreulichen Vorfall: Ein Wasserrohrbruch an der Kreuzung Am Eichelberg/In der Nonnenhecke führte dazu, dass der Ortsteil kurzzeitig ohne Wasser war. Peter Kistenmacher, der Geschäftsführer der Stadtwerke, bestätigte die Störung. Die Probleme traten auf, nachdem der Leistadter Hochbehälter einen zu niedrigen Füllstand aufwies. Das Leck wurde entdeckt, als die Mitarbeiter der Stadtwerke und einer Baufirma am Nachmittag an der betroffenen Stelle arbeiteten. Die beschädigte Leitung wurde abgeklemmt, jedoch waren zu diesem Zeitpunkt noch 20 Haushalte in der Umgebung ohne Wasserversorgung. Das Ziel der Stadtwerke war es, die Wasserversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen und den Schaden zu reparieren. Mehr Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in diesem Artikel.
Doch nicht nur dieser Wasserrohrbruch sorgt für Aufsehen: Ein weiterer Rohrbruch an der Wasserhauptleitung in der Hauptstraße, Höhe Am Brandweiher, wird ab dem 5. Mai 2025 zu einer Vollsperrung des Bereichs ab Hauptstraße 37 führen. Die Umleitungen des Verkehrs werden über Kallstadt, Herxheim am Berg, K 1, Weisenheim am Berg und L 517 eingerichtet. Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens, das vorwiegend durch Schulbusse geprägt ist, wird zudem eine Temporeduzierung vorgenommen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird schrittweise von 70 km/h über 50 km/h auf 30 km/h reduziert. Hierzu wird zeitnah Umleitungsbeschilderung eingerichtet, um den Verkehr zu lenken. Details dazu finden Sie in der entsprechenden Pressemeldung.
Die Problematik der Wasserverluste in Deutschland
Diese Vorfälle sind Teil eines größeren Problems, das viele Gemeinden in Deutschland betrifft: die massiven Wasserverluste. Täglich versickern etwa 870 Millionen Liter Trinkwasser ungenutzt im Boden. Jährlich gehen bundesweit rund sechs Prozent des Trinkwassers auf dem Weg vom Wasserwerk zu den Verbrauchern verloren, was 319 Millionen Kubikmetern entspricht. Der wirtschaftliche Schaden, der durch diese Verluste entsteht, beläuft sich auf mindestens 638 Millionen Euro pro Jahr. Hauptursache sind oft marode und veraltete Rohrleitungen, viele davon stammen noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
In Städten wie Leipzig oder Bad Homburg wird bereits aktiv gegen diese Wasserverluste vorgegangen. Leipzig konnte in den letzten zehn Jahren die Wasserverluste um etwa 15 Prozent reduzieren, während Bad Homburg ein Konzept zur Eindämmung von Wasserverlusten entwickelt hat, das künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Rohrbrüchen einsetzt. Solche Initiativen sind dringend nötig, um die wertvolle Ressource Wasser zu schützen und die Infrastruktur der Wasserversorgung zu modernisieren. Weitere Informationen zu den Wasserverlusten in Deutschland finden Sie in diesem Bericht.
Es bleibt zu hoffen, dass die Stadtwerke in Leistadt die Probleme rasch beheben können und dass langfristig Lösungen gefunden werden, um vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden. Die Diskussion um die Instandhaltung und die Erneuerung der Rohrleitungen in Deutschland wird in den kommenden Jahren sicherlich an Bedeutung gewinnen.