Die GEWOBAU GmbH Bad Kreuznach hat jüngst ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2024 vorgestellt und dabei eine positive Nachricht für die Stadt übermittelt: Der Jahresüberschuss beläuft sich auf stolze 915.783,56 Euro. Dies stellt eine merkliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar und zeigt, dass die Herausforderungen der Bauwirtschaft trotz eines angespannten wirtschaftlichen Umfelds ausgeglichen werden konnten. Der Geschäftsführer Michael Eberhardt bedankte sich in der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2025 bei seinem Team und erhielt ebenso Rückendeckung vom Oberbürgermeister Emanuel Letz sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Rapp.
Trotz der erfreulichen Zahlen blickt die GEWOBAU auf ein Jahr zurück, in dem die wirtschaftliche Lage angespannt bleibt. Die Bauwirtschaft kämpft nach wie vor mit hohen Finanzierungskosten, steigenden Materialpreisen sowie einem Fachkräftemangel. Zudem zeigt sich eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft von Seiten der Bauherren, vor allem in Hinblick auf die Neubauprojekte. Dies wirkt sich auf den Sektor aus, denn die Nachfrage nach Mietwohnungen und energieeffizientem Wohnraum wächst, insbesondere in Bad Kreuznach.
Wohnversorgung und Mietpreise
Aktuell verwaltet die GEWOBAU 2.018 Mietwohnungen und 13 gewerbliche Einheiten. Dabei hat sich die durchschnittliche Jahressollmiete mit 5,50 Euro pro Quadratmeter unter der ortsüblichen Vergleichsmiete von 7,08 Euro gehalten. Dies könnte ein wichtiger Anreiz für Mieter sein, in der Region zu bleiben oder neu zu ziehen. Darüber hinaus wurden im Jahr 2024 insgesamt 36 Wohneinheiten umfassend modernisiert, was eine Investition von 1,582 Millionen Euro erforderte. Die Instandhaltungskosten beliefen sich auf 3,13 Millionen Euro.
Das Thema Energieeffizienz steht bei der GEWOBAU hoch im Kurs. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben zur Dekarbonisierung, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 % bis 2030 vorschreiben, hat die Gesellschaft eine langfristige Transformationsstrategie entwickelt. Damit wird eine nachhaltige Wohnraumversorgung auch in Zukunft gewährleistet.
Bau- und Immobilienmarkt im Wandel
Trotz dieser positiven Tendenzen bleibt das Angebot auf dem Markt angespannt. Ende 2024 standen bundesweit rund 1,9 Millionen Wohnungen leer, wobei die Leerstandsquote in Westdeutschland bei 4 % liegt. Die Bundesregierung hat daher die „Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung“ entwickelt, um diesen Missstand zu beheben. Việt Nam hilft nicht nur zahlreichen Menschen beim Zugang zu Wohnraum, sondern auch dabei, die Eigentumsquote zu steigern, die laut Zensus 2022 bei 43,7 % liegt, in städtischen Gebieten jedoch deutlich niedriger ausfällt.
Insgesamt lässt die Bilanz der GEWOBAU auf eine positive Entwicklung und ein gutes Händchen in der Verwaltung hindeuten, auch wenn die Herausforderungen der Bauwirtschaft weiter bestehen. Die kontinuierlichen Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung sind essenziell, um den Bedarf nach ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in Bad Kreuznach langfristig zu sichern.