Die Rückkehr von Bernd Stromberg sorgt für Aufregung! Vor etwa 20 Jahren wurde die Kultserie rund um den unkonventionellen Chef der fiktiven CAPITOL-Versicherung mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle zum Publikumsliebling. Doch was hat sich seitdem in der Bürowelt verändert? Diese Frage steht im Mittelpunkt von *„Stromberg – Wieder alles wie immer“*, in dem die alte Truppe zu einer Reunion zusammenkommt, um einen Blick auf die Vergangenheit zu werfen.
Die Zeiten, in denen es in der Kantine keine vegane Option gab und Mobbing an der Tagesordnung war, sind vorbei. Doch die nostalgische Atmosphäre, die sich über die Reunion legt, bringt unerwartete Wendungen. Bernd Stromberg, der zunächst als Kapitalismuskritiker gefeiert wird, zeigt sich nach wie vor in ambivalenten Positionen. Kann er seinen alten Charme und Opportunismus tatsächlich hinter sich lassen? Wie die Cineplex berichtet, bleibt unklar, ob er eine Rolle in der SPD annehmen wird, wie im letzten Film angedeutet wurde.
Konflikte und Eskalationen
Die Reunion wird zur emotionalen Achterbahnfahrt: Die Mischung aus Alkohol, alten Rechnungen und neuen Vorwürfen führt zu einem überraschenden Eskalationspunkt. Der Satz „Büro ist Krieg“ wird wieder aufgegriffen – und das deutlich intensiver als je zuvor. Luna, eine junge Produktionsmitarbeiterin, bringt mit ihrer Kritik am Sexismus Strombergs frischen Wind ins Geschehen und stellt die relevanten Themen unserer Zeit in den Vordergrund.
Besonders spannend ist die Entwicklung von Berthold „Ernie“ Heisterkamp, der sich als Buchautor und Life-Coach versucht. Durch seine Mobbingerfahrungen macht er ein gutes Geschäft und nutzt diese für seine neue Karriere. Doch ist das wirklich eine positive Wendung? Hier reflektiert der Film nicht nur über persönliche Entwicklungen, sondern wirft auch Fragen zur Glaubwürdigkeit und den Konsequenzen des Verhaltens der Charaktere auf.
Mobbing im Fokus
Ein weiterer Aspekt, der in dieser Reunion nicht zu kurz kommt, ist das Thema Mobbing, das seit der ersten Staffel immer ein zentrales Element war. Aktuelle Berichte, wie der Mobbing-Report 2024 vom BMAS, zeigen, dass dieses Phänomen nach wie vor in der Arbeitswelt präsent ist und ernsthafte Folgen für Betroffene hat. Laut dem Report umfasst eine repräsentative Befragung über 5.000 Beschäftigte und bietet eine tiefere Einsicht in die Verbreitung von Mobbing sowie dessen gesundheitliche Auswirkungen.
Die heutige Arbeitswelt ist glücklicherweise gesellschaftlich sensibler geworden, und es gibt zunehmend Maßnahmen zur Prävention von Mobbing. Der Film lässt uns erkennen, dass wir es mit Themen zu tun haben, die längst nicht aus der Welt sind, auch wenn sie in einigen Unternehmen vielleicht besser adressiert werden als zu Strombergs Zeiten.
Die Reunion der ehemaligen Kollegen und der thematische Bogen über die Veränderungen in der Gesellschaft lassen *„Stromberg – Wieder alles wie immer“* zu einem interessanten Spiegel der heutigen Zeit werden. Die Frage bleibt: Können Bernd und seine Kollegen aus ihren Fehlern lernen und sich weiterentwickeln? Das Publikum darf gespannt sein!