Die Integrierte Leitstelle Trier stellte am Dienstagmorgen unter Beweis, dass sie auch in Extremsituationen gewappnet ist. Zwischen 6 und 6.30 Uhr fand in der Feuerwache der Berufsfeuerwehr Trier ein sogenannter Schwarztest statt. Dieser Test hatte das Ziel, die Koordination von Rettungsdiensten und Feuerwehr während eines Stromausfalls zu überprüfen, und es muss gesagt werden: Es lief alles reibungslos. Laut Volksfreund gab es keine Einschränkungen in der Erreichbarkeit oder den Arbeitsabläufen, was für die Verantwortlichen einen beruhigenden Erfolg darstellt.

Die Integrierte Leitstelle ist für die Region Trier zuständig, die rund 626.000 Menschen umfasst. Zum Einsatzgebiet zählen nicht nur die kreisfreie Stadt Trier, sondern auch die Landkreise Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und der Nationalparklandkreis Birkenfeld. Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen DRK Landesverband. Zudem ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg für den Rettungsdienst zuständig, was die Zusammenarbeit effektiv gestaltet, wie auch Feuerwehr Trier berichtet.

Vorausschau und Sicherheit

Der Zweck solcher Tests ist klar: Im Ernstfall muss jede Rettungseinheit schnell und effizient arbeiten können, ohne von technischen Störungen aufgehalten zu werden. Die Systeme in der Leitstelle wurden daher vom regulären Stromnetz abgekoppelt und auf alternative Notstromoptionen umgeschaltet. Dies machte deutlich, dass trotz der modernen Technologien, die uns umgeben, auch solche klassischen Tests nicht aus dem Blickfeld geraten dürfen.

Die Integrierte Leitstelle ist zudem auf einem ehrgeizigen Weg der Weiterentwicklung. Der Umzug auf das Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Südallee ist bis spätestens 2027 vorgesehen. Durch die Erweiterung sollen insbesondere die Arbeitsbedingungen und die Einsatzmöglichkeiten verbessert werden.

Breite der Verantwortung

Ein Blick auf die Statistiken zeigt, wie bedeutend die Arbeit der Leitstelle ist. Im Jahr 2024 wurden 157.085 Einsätze bearbeitet, wobei durchschnittlich 430 Anrufe pro Tag eingingen. Die Notrufnummern 112 und 19 222 sind bekannt und werden von vielen Menschen täglich verwendet. Trotz der hohen Einsatzrate war die Anzahl der Fehlanrufe nicht zu vernachlässigen, da viele Anrufer aus Versehen die Notrufnummer wählten.

Die Erfahrung der Einsatzkräfte, die von der Berufsfeuerwehr Trier und dem Deutschen Roten Kreuz stammen, spielt eine Schlüsselrolle. Sven Ney, seit 2000 in der Leitstelle und deren Leiter seit 2007, hebt den kontinuierlichen Austausch und das Training des Personals hervor, sodass jeder Handgriff sitzt, wenn es drauf ankommt.

„Gerade im Notfallmanagement ist es entscheidend, dass alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten“, erklärt Ney. Hierzu sind auch moderne Leitfäden wie der VCI-Leitfaden wichtig, die Unternehmen anleiten, ihre Notfallorganisationen effizient aufzustellen.

So bleibt festzuhalten: Die Integrierte Leitstelle Trier leistet unschätzbare Dienste für die Sicherheit der Bevölkerung und hat ihre Funktionsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es ist beruhigend zu wissen, dass in der Region Trier auch im Falle eines Stromausfalls gut vorgesorgt ist.