Im Kreis Cochem-Zell sorgt eine ungebetene Neuankömmling für Aufregung: die Asiatische Hornisse. Jüngste Meldungen zeigen, dass die Art, kleiner als ihre europäische Verwandte, sich weiter ausbreitet und damit nicht nur Imker, sondern auch Naturliebhaber in Alarmbereitschaft versetzt. Der Kreisimkerverband veranstaltet am Freitag, den 14. November 2025, um 18:30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Hotel Vergissmeinnicht in Ellenz-Poltersdorf. Das Thema: die Bedrohung durch diese Hornissenart, deren Gefährlichkeit vor allem für die heimische Insektenwelt, insbesondere für honigproduzierende Bienen, enorm ist. [Rhein-Zeitung] berichtet von Sichtungen in Bruttig-Fankel, Mesenich, Dohr, Weiler, Kennfus und Zell.

Wie erkennt man die Asiatische Hornisse? Sie ist vor allem an ihrer dunklen Körperfarbe und dem auffälligen gelb-orangefarbenen Hinterleibsring zu identifizieren. Diese Hornissenart baut ihre Nester im Frühjahr gerne in Sträuchern und Gebüschen und verlagert sie später an hohe Bäume oder sogar an Gebäude. Besonders bedenklich ist ihr Beutespektrum, das sich nicht nur auf die honigsammelnden Bienen beschränkt, sondern auch Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge umfasst. Ein echtes Fiasko für die heimische Artenvielfalt! [Kaisersesch.de] hebt hervor, dass die Asiatische Hornisse gezielt an Bienenstöcken jagt und damit die Bonität der Bienenvölker gefährdet, was sich negativ auf die Imkerei und die landwirtschaftliche Produktion auswirkt.

Die Gefahren im Detail

Doch wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse für den Menschen? Für die meisten ist sie in der Regel nicht gefährlicher als heimische Wespenarten. Die Hornisse reagiert nicht aggressiv, solange man sich nicht in die Nähe ihrer Nester begibt. Dennoch ist Vorsicht geboten, besonders wenn sich Nester in Wohngebieten befinden. Umso wichtiger sind hochwertige Informationen zu erkennen, wie man sich bei Sichtungen richtig verhält.

Die Informationsveranstaltung, auf der Günter Klemm als Referent auftritt, beleuchtet nicht nur die Gefahren, die von der Asiatischen Hornisse ausgehen, sondern informiert auch über die richtige Erkennung der Art und die notwendigen Verhaltensweisen bei Sichtungen. Eine Anmeldung wird empfohlen, entweder per E-Mail an kivcochemzell@t-online.de oder telefonisch unter 02677 951696, um sicherzustellen, dass alle Interessierten gut informiert sind und aktiv gegen diese Bedrohung vorgehen können.

Gerade in einer Zeit, in der die Artenvielfalt immer mehr gefährdet ist, müssen wir wachsam sein und das Bewusstsein für solche Themen schärfen. Der Kreisimkerverband ermutigt die Bürger, sich zu informieren und an der Veranstaltung teilzunehmen, um die heimische Insektenwelt zu schützen und aktiv zum Erhalt der Bestäuber beizutragen.